Der Bitcoin-Miner MARA Holdings hat innerhalb von drei Wochen 15.133 Bitcoin verkauft und dabei etwa 1,1 Milliarden Dollar eingenommen. Das Unternehmen nutzt die Erlöse, um einen Großteil seiner Schulden zu tilgen. Anleger reagieren positiv: Die Aktie stieg im vorbörslichen Handel um über 16 Prozent.

Schulden um 1 Milliarde Dollar reduziert
MARA nutzte die Einnahmen, um sogenannte wandelbare Anleihen zurückzukaufen. Das sind Schulden, die später in Aktien umgewandelt werden können. Das Unternehmen konnte diese Anleihen mit einem durchschnittlichen Rabatt von 9 Prozent erwerben und sparte so rund 88 Millionen Dollar.
Durch diese Maßnahme sinkt die Gesamtverschuldung von etwa 3,3 Milliarden auf 2,3 Milliarden Dollar. CEO Fred Thiel bezeichnet dies als strategischen Schritt, um die Bilanz zu stärken und das Unternehmen langfristig auf Wachstum auszurichten. Durch die Schuldentilgung mit Rabatt sei laut Thiel Wert erhalten geblieben und eine mögliche Verwässerung der Aktien reduziert worden.
Aktie steigt, aber deutlicher Verlust seit Oktober
Die Marktreaktion war positiv. Die Aktie stieg im vorbörslichen Handel kurzzeitig von etwa 8 auf 9,30 Dollar. Aktuell liegt der Kurs bei rund 8,86 Dollar.
Das entspricht immer noch einem erheblichen Verlust im Vergleich zu Oktober 2025. Damals erreichte Bitcoin ein Allzeithoch von über 126.000 Dollar, und die MARA-Aktie notierte bei rund 23,40 Dollar. Im vierten Quartal 2025 verzeichnete das Unternehmen einen Nettoverlust von 1,7 Milliarden Dollar.
MARA orientiert sich wie Konkurrenten an KI
Der Verkauf ist Teil einer breiteren Strategieänderung bei Bitcoin-Minern. MARA erkennt, dass die Einnahmen aus dem Mining stark mit dem Bitcoin-Kurs schwanken und strebt stabilere Einnahmequellen an. Deshalb investiert das Unternehmen zunehmend in Rechenzentren für künstliche Intelligenz (KI).
Dank seines vorhandenen Know-hows in Energie und Rechenleistung kann MARA diese Infrastruktur relativ schnell für KI-Anwendungen nutzen. Damit ist das Unternehmen nicht allein. Der Konkurrent Core Scientific beschaffte Anfang dieses Monats 1 Milliarde Dollar, um den Umstieg zu KI-Rechenzentren zu beschleunigen.
Strategy nimmt 334 Millionen Dollar ein, kauft aber erneut keinen Bitcoin
Michael Saylors Unternehmen verkauft erneut Aktien, kauft aber die achte Woche in Folge keine weiteren Bitcoins. Was stattdessen?
Entscheidende Woche für Bitcoin und XRP: Trump und Fed im Fokus
Bitcoin und XRP stehen vor einer entscheidenden Woche: Trump, Fed-Protokolle, Krypto-Regulierung und wichtige Konjunkturdaten aus Europa und den USA rücken in den Fokus.
Drei Gründe sprechen für eine starke Bitcoin-Bewegung
Der Bitcoin-Kurs wirkt derzeit unspektakulär, doch mehrere Faktoren deuten darauf hin, dass die Ruhe nicht mehr lange anhält.
Meistgelesen
Ehemaliger ASML-Forscher bringt China bei entscheidender EUV-Lichtquelle voran
China kommt eigenen EUV-Chipmaschinen dank eines früheren ASML-Wissenschaftlers näher – doch ASML bleibt vorerst vorn.
Kryptomarkt prognostiziert XRP-Kurs für den 31. August
Polymarket-Händler rechnen damit, dass XRP den August unter 1,20 Dollar beendet – trotz positiver Entwicklungen rund um den XRP Ledger.
So viel XRP braucht man für einen Platz unter den größten Haltern
Die aktualisierte XRP Rich List zeigt, wie die Coins verteilt sind und wie viel XRP die größten Konten derzeit halten.
