Dank eines kürzlich verabschiedeten Stablecoin-Gesetzes in den Vereinigten Staaten, dem GENIUS-Gesetz, scheint der Kryptosektor an der Schwelle zu einer neuen Ära zu stehen. Die Annahme dieses Gesetzes hat das Potenzial, den Kryptosektor weltweit auf ein höheres Niveau zu heben. Die Annahme des Gesetzes fällt in einen breiteren Trend großer Entwicklungen, die der Kryptosektor derzeit durchläuft.
Ein Gesetz mit Auswirkungen
Der „Government Engagement in the Nurturing and Innovation of the U.S. Digital Asset Sector Act“, kurz das GENIUS-Gesetz, ist ein Meilenstein. Dieses Gesetz bietet endlich die lang ersehnte regulatorische Klarheit, die der Kryptosektor seit Jahren fordert. Und das ist kein Detail. Denn wo Klarheit herrscht, entsteht Stabilität, und wo Stabilität herrscht, folgt Kapital.
Jahrelang zögerten institutionelle Akteure, wenn es um Investitionen in den Kryptosektor oder in Krypto-Assets ging. Ein Grund war eigentlich einstimmig: Es gab noch zu viel gesetzliche Unklarheit. Aber im letzten Jahr beginnt sich dies langsam zu ändern, und nach und nach geben immer mehr Institutionen nach,
Den Zustrom von Kapital sahen wir bereits Anfang 2024 mit der Genehmigung von amerikanischen Spot-Bitcoin ETFs. Große Vermögensverwalter wie BlackRock, Fidelity und Franklin Templeton nehmen nun mit voller Überzeugung eine zentrale Position auf dem Kryptomarkt ein. Der iShares Bitcoin Trust von BlackRock verwaltet mittlerweile über 70 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: der Gold-ETF von SPDR brauchte fast fünfmal so lange, um dieses Niveau zu erreichen.
Vier Säulen der Reife
Das GENIUS-Gesetz ist ein weiterer Katalysator, der diese institutionelle Beteiligung beschleunigen kann. Aber es ist nicht der einzige Katalysator. Vier Säulen der gesetzlichen Klarheit arbeiten jetzt zusammen. Wir listen sie auf:
1. Regulatorische Klarheit
Amerikanische Aufsichtsbehörden wie die SEC und CFTC arbeiten erstmals koordiniert an klaren Regeln. Der neue SEC-Vorsitzende Paul Atkins betont sogar die Bedeutung der Selbstverwaltung digitaler Assets. Dies steht im deutlichen Kontrast zur Politik amerikanischer Aufsichtsbehörden während der Amtszeit des ehemaligen Präsidenten Joe Biden.
2. Gesetzliche Klarheit
Neben dem GENIUS-Gesetz wurde auch die umstrittene DeFi-Brokerregel zurückgezogen. Diese Regel hatte das Potenzial, die Beine unter dem gesamten DeFi-Sektor wegzusägen. Darüber hinaus gehen auf internationaler Ebene Länder wie die VAE mit kryptounternehmensfreundlicher Gesetzgebung voran.
3. Bankrechtliche Klarheit
Mit neuen Richtlinien des Office of the Comptroller of the Currency dürfen Banken in den USA jetzt legal digitale Assets verwalten und Stablecoin-Transaktionen erleichtern. Vor zehn Jahren war es undenkbar, dass amerikanische Banken heute Krypto verwalten würden.
4. Buchhalterische Klarheit
Das FASB, die Organisation, die in den USA die Buchhaltungsregeln festlegt, hat die Regeln ebenfalls angepasst: Unternehmen dürfen jetzt Krypto zum Marktwert in ihrer Bilanz führen. Dies ist ein riesiger Schritt für Transparenz und Adoption und macht es für Unternehmen viel attraktiver, Krypto in der Bilanz zu führen. Dies ist etwas, das wir derzeit in einem rasanten Tempo mit der Adoption von Bitcoin (BTC) sehen.
Kein Hype, sondern eine strukturelle Verschiebung
Diese vier Entwicklungen sind keine losen Ereignisse. Sie bilden zusammen den Bauplan für eine strukturelle Transformation des Kryptosektors, von einer launischen Nische zu einem reifen, regulierten und integrierten Teil des Finanzsystems. Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Kryptosektor mit diesen vier Rückenwinden einer goldenen Ära in den kommenden Jahren entgegensieht.
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