Der Vermögensverwalter Franklin Templeton hat bei der US-amerikanischen Securities and Exchange Commission (SEC) einen vorläufigen Antrag für einen XRP-ETF eingereicht. Damit reiht sich das Unternehmen in die wachsende Zahl von Finanzakteuren ein, die auf die Genehmigung eines börsennotierten XRP-Fonds hoffen.

XRP-ETF mit Coinbase Custody
Die Anteile des Fonds werden an der Cboe BZX Exchange gehandelt. Anleger können diese Anteile kaufen und verkaufen, während autorisierte Teilnehmer sie über ein Cash-System erschaffen und einlösen können. Dieses System wandelt Bargeld über eine externe Partei in XRP um, was eine effiziente Liquidität und Preisbildung gewährleistet. Die Kryptowährung wird sicher bei Coinbase Custody verwahrt.
Bemerkenswert ist, dass Anteilseigner keinen Vorteil aus möglichen Forks oder Airdrops auf dem XRP Ledger ziehen werden. Das bedeutet, dass zukünftige Aufteilungen oder Bonuszahlungen in XRP nicht im Fonds berücksichtigt werden.
Der Antrag befindet sich noch in einer frühen Phase, sodass die SEC bis zu 240 Tage Zeit hat, eine Entscheidung zu treffen. Franklin Templeton schließt sich damit Unternehmen wie Bitwise und 21Shares an, die bereits ähnliche Anträge eingereicht haben.
SEC verschiebt Entscheidung über mehrere Krypto-ETFs
Unterdessen hat die SEC offiziell die Entscheidung über mehrere ETF-Anträge verschoben, darunter für Litecoin (LTC), Solana (SOL), XRP und Dogecoin (DOGE). In einer Reihe von am 11. März 2025 veröffentlichten Dokumenten erklärte die Behörde, dass eine „längere Überprüfungsfrist“ erforderlich sei. Dadurch verschieben sich die Fristen auf Mai 2025, mit einer möglichen endgültigen Entscheidung erst im Oktober.
Laut Bloomberg-ETF-Analyst James Seyffart handelt es sich hierbei um ein Standardverfahren, und die Verzögerung muss nicht zwangsläufig auf eine Ablehnung hindeuten. Er betonte zudem, dass die Ernennung von Paul Atkins als neuer SEC-Vorsitzender noch aussteht. Dies könnte ein entscheidender Faktor für die endgültige Entscheidung der SEC über diese ETF-Anträge sein.
Trotz der Verzögerung bleiben die Aussichten auf eine Genehmigung laut Seyffart relativ positiv. Mit dem zunehmenden Druck großer Finanzinstitute und einer sich wandelnden regulatorischen Landschaft könnte 2025 dennoch ein entscheidendes Jahr für Krypto-ETFs werden.
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