Die Flow Foundation hat mit der zweiten Phase des Wiederherstellungsplans begonnen, nachdem bei einem Hack etwa 3,9 Millionen Dollar verloren gingen. Laut dem Blockchain-Projekt verläuft die Wiederherstellung planmäßig und diese Phase wird noch einige Tage andauern.
Flow berichtet, dass wichtige Teile des Netzwerks schrittweise wiederhergestellt werden. Dazu gehört unter anderem die Unterstützung für auf Ethereum basierende Anwendungen, während gleichzeitig ein weiterer technischer Teil der Blockchain angegangen wird.
Wiederherstellung erfolgt in Phasen und ist öffentlich verfolgbar
Der Wiederherstellungsprozess steht unter der Aufsicht des Community Governance Council, eines Leitungsorgans innerhalb des Flow-Ökosystems. Diese Gruppe führt technische Korrekturen innerhalb vorher festgelegter Regeln durch, die von Netzwerkverwaltern genehmigt wurden.
Laut Flow sind alle Wiederherstellungsmaßnahmen öffentlich und über die Blockchain überprüfbar. Nutzer und Entwickler können somit selbst nachverfolgen, welche Anpassungen durchgeführt werden und in welchem Stadium sich das Netzwerk befindet.
Rückabwicklung der Blockchain nach Kritik gestrichen
Ursprünglich erwog Flow, die Blockchain teilweise auf einen Zeitpunkt vor dem Hack zurückzusetzen. Dieser Vorschlag wurde jedoch nach heftiger Kritik aus der Gemeinschaft zurückgezogen.
Kritiker warnten, dass eine Rückabwicklung von Transaktionen die Sicherheit und den dezentralen Charakter der Blockchain beeinträchtigen würde. Flow entschied sich daraufhin für eine Wiederherstellung ohne Änderungen an der Vergangenheit des Netzwerks. <h2>Bedenken über Handelsverhalten bei zentralisierter Börse</h2>
In einem Evaluationsbericht äußert Flow auch Bedenken über das Verhalten einer nicht namentlich genannten Kryptobörse. Kurz nach dem Hack soll ein einzelner Nutzer eine sehr große Anzahl Flow-Token eingezahlt haben, was etwa 10 Prozent des gesamten Angebots ausmachte.
Ein erheblicher Teil dieser Token wurde laut Flow schnell in Bitcoin umgewandelt und teilweise abgehoben, noch bevor das Netzwerk vorübergehend stillgelegt wurde. Die Stiftung gibt an, dass die Börse nicht auf Anfragen zu diesen Transaktionen reagierte.
Laut Flow möglicherweise unzureichende Kontrollen
Flow behauptet, dass das Transaktionsmuster auf unzureichende Kontrollen gegen Geldwäsche und Betrug hindeutet. Dadurch hätten ahnungslose Nutzer möglicherweise Token gekauft, die keinen gültigen Wert mehr repräsentierten.
Obwohl Flow keinen Namen nannte, wurde innerhalb der Gemeinschaft spekuliert, dass es sich um Binance handeln könnte. Das Unternehmen selbst hat öffentlich nicht auf diese Anschuldigungen reagiert.
Mehrere Sicherheitsvorfälle in der Kryptobranche
Der Vorfall bei Flow ist kein Einzelfall. In der vergangenen Woche meldete Trust Wallet ein Sicherheitsleck in seiner Browser-Erweiterung, das zu einem Verlust von etwa 7 Millionen Dollar um den ersten Weihnachtstag führte.
Der ehemalige CEO von Binance, Changpeng Zhao, erklärte zuvor, dass betroffene Nutzer entschädigt würden. Binance teilte in dieser Woche mit, dass fast 2.600 betroffene Wallet-Adressen identifiziert wurden, während etwa 5.000 Rückerstattungsanträge eingegangen sind.
Coldcard-Hack: Warum Bitcoin im Wert von 100 Millionen nicht bewegt wird
Beim Coldcard-Hack erbeuteten Hacker Bitcoin in Millionenhöhe, doch der Großteil liegt bis heute unangetastet auf bekannten Adressen.
Falsche CAPTCHA-Falle: Kopierter Text plündert Krypto-Wallets
Hacker missbrauchen Tausende WordPress-Websites, um Windows-Nutzer mit Malware zu infizieren, die Passwörter, Dateien und Seed-Phrases von Krypto-Wallets stehlen kann.
Coldcard-Update nach Mega-Hack: Würfel sichern Seed Phrases ab
Coldcard verschärft nach einem massiven Bitcoin-Diebstahl seine Sicherheitsvorkehrungen. Nutzer sollen Seed Phrases künftig selbst mit zusätzlicher Zufälligkeit absichern.
Meist gelesen
Google Gemini prognostiziert XRP-Kurs für den 1. September 2026
Google Gemini geht davon aus, dass XRP bis zum 1. September weiter zulegen könnte, warnt aber auch vor einer möglichen Korrektur auf 1,20 Dollar.
Elon Musks Grok nennt XRP-Kursziel für den 1. September
Grok erwartet für den 1. September einen XRP-Kurs von 1,65 Dollar, im besten Fall 2 Dollar. Zunächst muss die Zone um 1,55 Dollar halten.
Ethereum, XRP und Solana fallen nach Höchstständen seit Januar – morgen wird entscheidend
Der Kryptomarkt hat in dieser Woche kräftig zugelegt, nun legen die Kurse eine Verschnaufpause ein. Der morgige Tag wird entscheidend.
