Ein Gericht in der indischen Stadt Thane hat die Gründer der Krypto-Börse CoinDCX vorläufig freigelassen. Sumit Gupta und Niraj Khandelwal waren zuvor im Zusammenhang mit einem mutmaßlichen Betrugsfall in Höhe von umgerechnet etwa 75.000 Dollar festgenommen worden. Nach Ansicht des Richters gibt es derzeit nicht genügend Beweise für ein Fehlverhalten der beiden.
Investor über gefälschte Website betrogen
Der Fall dreht sich um einen Investor, der dachte, über CoinDCX zu handeln, jedoch tatsächlich über eine gefälschte Website betrogen wurde, die dem echten Portal stark ähnelte. Der Richter stellte fest, dass die Gründer nichts mit dieser Fake-Website zu tun hatten. Laut Aussagen vor Gericht gab sich eine andere Person als Vertreter von CoinDCX aus und täuschte den Investor.
Das Opfer erklärte selbst, dass er sein Geld mittlerweile von einem anderen Verdächtigen zurückerhalten hat. Er bestätigte auch, dass Gupta und Khandelwal nicht die Personen waren, mit denen er eine Vereinbarung getroffen hatte. Zudem befanden sich die Gründer nicht an dem Ort, an dem der mutmaßliche Betrug stattfand.
Freilassung gegen Kaution
Das Gericht entschied, dass es keine klaren Hinweise auf eine Beteiligung der Gründer an dem Betrug gibt. Beide wurden nach Zahlung einer Kaution von etwa 530 Dollar pro Person freigelassen. Sie müssen jedoch weiterhin an den laufenden Ermittlungen mitwirken.
Da die Hauptbeteiligten in der Angelegenheit inzwischen eine einvernehmliche Regelung getroffen haben, scheint es unwahrscheinlich, dass die Gründer weiter in Schwierigkeiten geraten. Die Polizei erhob keine Einwände gegen ihre Freilassung.
CoinDCX warnt vor zunehmender Betrugsmasche mit Fake-Plattformen
CoinDCX betont, dass der Vorfall auf Identitätsmissbrauch durch Dritte zurückzuführen ist. Das Unternehmen weist darauf hin, dass Kriminelle zunehmend gefälschte Websites und falsche Accounts nutzen, um sich als bekannte Krypto-Börsen auszugeben.
CoinDCX gehört zu den größten Handelsplattformen in Indien und wurde Ende 2025 mit rund 2,45 Milliarden Dollar bewertet, nach einer Investition unter anderem von Coinbase Ventures. Anfang desselben Jahres geriet die Plattform in die Schlagzeilen, nachdem etwa 44 Millionen Dollar aus einem internen Konto entwendet worden waren. CoinDCX versicherte, dass dabei keine Kundengelder betroffen waren.
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