Die US-amerikanische Ermittlungsbehörde FBI hat vor einer neuen Form von Krypto-Betrug gewarnt. Betrüger verwenden ein gefälschtes Token auf der Tron-Blockchain, das als offizielles FBI-Schreiben auftritt und Nutzer täuschen soll, um persönliche Daten zu stehlen.
Laut dem FBI-Büro in New York erhalten einige Tron-Nutzer Nachrichten über ein Token, das den Namen und das Logo des FBI trägt. Diese Nachrichten behaupten, dass ihre digitale Wallet „untersucht“ werde, um bei den Empfängern Unruhe zu stiften.
Betrüger missbrauchen FBI-Namen für Glaubwürdigkeit
Die Betrüger versuchen, ihre Opfer unter Druck zu setzen, indem sie behaupten, sofortiges Handeln sei nötig. Nutzer sollen einen Online-Verifizierungsprozess durchlaufen, angeblich zur Einhaltung von Anti-Geldwäsche-Bestimmungen. Wer dem nicht nachkommt, riskiert angeblich die Sperrung seiner Guthaben.
Solche Nachrichten bedienen sich bekannter Phishing-Methoden, bei denen Dringlichkeit und Angst im Vordergrund stehen. Dadurch treffen Menschen schneller Entscheidungen, ohne die Echtheit der Nachricht zu überprüfen.
Krypto-Betrug nimmt stark zu
Die Warnung kommt zu einem Zeitpunkt, da Krypto-Betrug weltweit zunimmt. Laut FBI gab es 2024 über 140.000 Meldungen zu Betrug mit digitalen Währungen. Der Gesamtschaden belief sich auf 9,3 Milliarden Dollar, ein Anstieg von 66 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Diese Zahlen verdeutlichen, dass Cyberkriminelle immer häufiger Kryptotechnologie nutzen, um Opfer zu erreichen.
FBI rät: Vorsicht bei verdächtigen Tokens
Die FBI fordert Nutzer des Tron-Netzwerks auf, wachsam zu sein. Empfängern des gefälschten Tokens wird geraten, keine persönlichen oder identifizierenden Informationen über verlinkte Webseiten oder Links zu teilen.
Wer möglicherweise bereits Opfer geworden ist, kann dies beim Internet Crime Complaint Center (IC3), der offiziellen Meldestelle für Cyberkriminalität des FBI, melden.
FBI setzt selbst auf Krypto gegen Betrüger
Neben der Warnung vor Betrug verwendet das FBI selbst Blockchaintechnologie in seinen Ermittlungen. Im Jahr 2024 startete die Behörde ein sogenanntes Lockmittel in Form eines Tokens namens NexFundAI.
Dieses Token sollte Betrüger anziehen, die sich mit Marktmanipulationen wie künstlichen Preissteigerungen befassen. Bei dieser Undercover-Operation wurden schließlich mindestens 18 Personen angeklagt.
Wachsende Märkte erfordern erhöhte Wachsamkeit
Der Aufstieg neuer Technologien in der Kryptobranche bringt nicht nur Chancen, sondern auch neue Risiken mit sich. Betrüger passen ihre Methoden kontinuierlich an und missbrauchen dabei immer häufiger die Namen bekannter Institutionen.
Für Nutzer bleibt es daher wichtig, bei unerwarteten Nachrichten kritisch zu sein und niemals leichtfertig persönliche Daten zu teilen, selbst wenn ein Nachricht vertrauenswürdig erscheint.
KI macht alte Smart Contracts zur Angriffsfläche: Experten warnen vor neuer Gefahr
Blockchain-Projekte sollten ihre Smart Contracts nicht nur vor dem Start prüfen lassen, sondern sie auch danach regelmäßig erneut untersuchen lassen.
Hacker räumen Krypto-Wallets über vertrauenswürdige Software leer
Ein weit verbreitetes Softwarepaket für Entwickler auf der Injective-Blockchain ist von einem sogenannten Supply-Chain-Angriff betroffen.
Wallet eines 20-Jährigen im Zentrum eines Geldwäschefalls über 122 Millionen Dollar
Interpol stellte 293 Millionen Dollar sicher und nahm 5.811 Verdächtige fest. Über eine Wallet einer Person Anfang 20 liefen 122,5 Millionen Dollar.
Meist gelesen
Ripple erwog Auflösung und Ausschüttung von Milliarden XRP an Anteilseigner
Nach der SEC-Klage im Jahr 2020 prüfte Ripple nach Angaben von CEO Garlinghouse die Einstellung des Betriebs und eine Ausschüttung der eigenen XRP-Bestände an die Anteilseigner.
XRP: Analyst hält Anstieg auf 42 Dollar für möglich – doch eine Hürde bleibt
Ein Krypto-Analyst sieht bei XRP ein historisches Muster zurückkehren und nennt 42 Dollar als langfristiges Kursziel – vorausgesetzt, ein wichtiger Widerstand wird zuvor überwunden.
SWIFT drängt in Ripples Kernmarkt: Gerät XRP unter Druck?
Das Zahlungsnetzwerk SWIFT baut eine eigene Blockchain auf – ausgerechnet in dem Bereich, auf den Ripple mit XRP seit Jahren setzt. Was bedeutet das?
