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Das amerikanische FBI warnt vor einer neuen auffälligen Art des Krypto-Betrugs. Kriminelle schicken zunehmend Kuriere zu den Opfern, um große Mengen Bargeld abzuholen. Diese Opfer werden oft monatelang überzeugt, in scheinbar vertrauenswürdige Kryptoplattformen zu investieren. Die neue Methode erschwert es Banken und Ermittlungsbehörden erheblich, den Betrug rechtzeitig zu stoppen.
Laut FBI beginnt der Betrug meist über soziale Medien, SMS, Dating-Apps oder professionelle Netzwerke. Die Betrüger nehmen sich viel Zeit, um eine Vertrauensbasis mit ihrem Ziel aufzubauen. Erst danach präsentieren sie eine angeblich lukrative Investition in Kryptowährungen.
Die Opfer werden dann auf professionell aussehende Handelsplattformen weitergeleitet. Auf diesen Websites scheinen die Investitionen erfolgreich zu sein. Gefälschte Kontostände und fiktive Gewinne sollen Anleger überzeugen, immer größere Summen einzuzahlen.
Das Problem entsteht häufig, wenn Opfer mehr Geld investieren oder ihre Gewinne abheben möchten. Banken können verdächtige Transaktionen erkennen und blockieren, wodurch der Betrug aufgedeckt werden könnte.
Um diese Kontrollen zu umgehen, setzen Kriminelle laut FBI zunehmend Kuriere ein. Opfer erhalten die Anweisung, große Beträge in bar bei ihrer Bank abzuheben. Anschließend erscheint ein Kurier, um das Geld persönlich abzuholen.
Diese Personen geben sich als Mitarbeiter der Investitionsplattform aus. Manchmal verwenden sie sogar vorher vereinbarte Passwörter oder Verifizierungscodes, um Vertrauen zu schaffen.
Sobald das Geld abgeholt wurde, verschwindet es über kriminelle Netzwerke aus dem Sichtfeld. Dadurch wird es für Ermittlungsbehörden deutlich schwieriger, die Geldströme zu verfolgen und gestohlene Beträge zurückzuholen.
Das FBI betont, dass legitime Kryptounternehmen so gut wie nie verlangen, dass Bargeld per Kurier abgeholt wird. Wer eine solche Anfrage erhält, sollte laut Behörden umgehend die Polizei kontaktieren.
Viele Opfer zahlen mehrfach, bevor sie erkennen, dass sie betrogen werden. Die Betrüger erfinden dabei verschiedene Gründe, warum weiteres Geld benötigt wird. So wird behauptet, Steuern müssten gezahlt, technische Probleme gelöst oder zusätzliche Überprüfungen durchgeführt werden, bevor Gewinne freigegeben werden können.
Wie groß das Problem ist, zeigen Zahlen des FBI. Im Rahmen des Programms Operation Level Up wurden Ende 2025 mehr als 8.100 potenzielle Opfer von Investitionsbetrug identifiziert. Auffällig ist, dass 77 Prozent von ihnen nicht wussten, dass sie betrogen wurden, als das FBI Kontakt aufnahm.
Laut Behörden verhinderte das Programm so zusätzliche finanzielle Schäden von über 511 Millionen Dollar.
Auch Daten des Blockchain-Analyseunternehmens Chainalysis zeigen, wie groß das Problem mittlerweile ist. Das Forschungsinstitut schätzt, dass Krypto-Betrug und -Betrug 2025 mindestens 17 Milliarden Dollar für Kriminelle eingebracht haben.
Die neue Warnung unterstreicht, dass Investitionsbetrug eines der größten Risiken im Kryptobereich bleibt. Vor allem Anleger, die über soziale Medien oder unbekannte Online-Kanäle angesprochen werden, sollten laut FBI besonders wachsam sein, wenn sie aufgefordert werden, Geld außerhalb regulärer Bankkanäle zu überweisen.
Blockchain-Projekte sollten ihre Smart Contracts nicht nur vor dem Start prüfen lassen, sondern sie auch danach regelmäßig erneut untersuchen lassen.
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