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Europäische Länder bereiten sich auf eine Militäraktion in der Straße von Hormus vor, sobald das Friedensabkommen zwischen den USA und Iran offiziell in Kraft tritt.

Der britische Premierminister Keir Starmer erklärte am Montag, dass das Vereinigte Königreich bereit sei, „seinen Beitrag zu leisten“ zu einer internationalen maritimen Mission. Ziel sei es, die Seestraße von Minen zu befreien und das Vertrauen in eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt wiederherzustellen.

Fünfzehn Länder bereit, zur Mission beizutragen

Starmer und der französische Präsident Emmanuel Macron führen eine Initiative westlicher Verbündeter an, um die Wiedereröffnung der Straße von Hormus vorzubereiten, sobald ein endgültiges Friedensabkommen erreicht ist. Laut Quellen haben inzwischen mehr als fünfzehn Länder zugesagt, Personal, Schiffe und weiteres Material für eine mögliche internationale Mission bereitzustellen.

Die Pläne werden später in dieser Woche beim G7-Gipfel in Frankreich besprochen. Dort wollen die beteiligten Länder einen gemeinsamen Rahmen für die Operation entwickeln. Laut Insidern ist dafür nicht nur die Unterstützung der Verbündeten erforderlich, sondern auch die Zustimmung des Iran und anderer involvierter Parteien. Europäische Staats- und Regierungschefs hoffen zudem, während des Gipfels die Unterstützung von Präsident Donald Trump zu sichern.

Auch Italien hat sich vorsichtig positiv zu einer Beteiligung geäußert. Premierministerin Giorgia Meloni betonte, dass ein italienischer Beitrag von einer weiteren Deeskalation in der Region abhängt. Dabei verwies sie insbesondere auf die Kämpfe im Libanon, wo die israelische Armee in den letzten Tagen Angriffe durchgeführt hat.

Laut Meloni ist Italien bereit, zusammen mit internationalen Partnern an einer maritimen Mission teilzunehmen, die die vollständige Wiedereröffnung der Straße von Hormus unterstützen soll. Zuerst müsse jedoch ein Ende der Kämpfe im Libanon erreicht werden, und die Zustimmung des italienischen Parlaments sei erforderlich.

Kein Einsatz, bevor Friedensabkommen endgültig ist

Die internationale Mission beginnt erst, sobald die Vereinigten Staaten und der Iran ein endgültiges Abkommen erreicht haben, das den freien Durchgang durch die Straße von Hormus wiederherstellt und ausreichende Sicherheitsgarantien sowohl für kommerzielle als auch militärische Schiffe bietet.

Unterdessen bereiten sich verschiedene europäische Länder bereits auf einen möglichen Einsatz vor. Das britische Unterstützungsschiff RFA Lyme Bay, ausgestattet mit autonomen Systemen zur Aufspürung von Seeminen, führt derzeit Übungen im östlichen Teil des Mittelmeers durch.

Auch Frankreich hat militärische Mittel in der Region positioniert. Der Flugzeugträger Charles de Gaulle befindet sich in der Nähe der Straße von Hormus, während Deutschland Ende April mehrere Marineschiffe ins Mittelmeer entsandte. Der deutsche Minensucher Fulda könnte laut Verteidigungsquellen kurzfristig eingesetzt werden, sobald ein internationales Abkommen vorliegt. Italien hat ebenfalls erklärt, Marineschiffe für die Operation bereitstellen zu können.

Dennoch betonen beteiligte Führungskräfte, dass die Mission noch keineswegs sicher ist. „Nichts ist garantiert“, sagte der britische Premierminister Keir Starmer am Montag auf einer Pressekonferenz. Er sprach jedoch von einem wichtigen diplomatischen Durchbruch, der seiner Meinung nach zu einem nachhaltigen Frieden in der Region führen könnte.

Starmer erklärte, dass die Koalition von Ländern, angeführt vom Vereinigten Königreich und Frankreich, in den vergangenen Wochen hinter den Kulissen an einem Plan gearbeitet habe, um die Sicherheit der Schifffahrt zu gewährleisten, sobald die Lage dies zulässt. Ihm zufolge liegt bereits eine militärische Strategie vor, um Handelsschiffe sicher durch die Straße von Hormus zu geleiten. Der britische Premierminister führte zudem am Samstag Gespräche mit Präsident Donald Trump über die nächsten Schritte.

Botschaft an Trump und Wiederherstellung des Welthandels

Europäische Staats- und Regierungschefs sehen die vorgeschlagene Mission nicht nur als Möglichkeit, die Schifffahrt durch die Straße von Hormus wiederherzustellen, sondern auch als Signal an Washington. Damit hoffen sie, zu zeigen, dass Europa bereit ist, Verantwortung für die Stabilität in der Region zu übernehmen, nachdem Präsident Donald Trump wiederholt Kritik an Verbündeten geäußert hatte, die seiner Meinung nach während des Konflikts mit dem Iran unzureichende Unterstützung geleistet hatten.

Darüber hinaus steht viel für die Weltwirtschaft auf dem Spiel. Seit Iran die strategische Seestraße zu Beginn des Krieges geschlossen hat, sind wichtige Öl- und Kraftstofftransporte erheblich gestört. Dies führte zu höheren Energiepreisen und neuen Sorgen über das globale Wirtschaftswachstum.

Ob Trump den europäischen Vorschlag letztlich unterstützen wird, ist noch unklar. Der US-Präsident hat die Bedrohung durch iranische Seeminen zuvor heruntergespielt und erklärt, dass US-Truppen „die meisten Minen bereits geräumt hätten“. Diese Aussage scheint jedoch im Widerspruch zu früheren Warnungen von Außenminister Marco Rubio zu stehen, der angab, dass große Teile der Wasserroute aufgrund vorhandener Minen weiterhin gefährlich sein könnten.

Laut europäischen Beamten wird seit Wochen intensiv hinter den Kulissen mit amerikanischen Gegenübern über die Sicherung der Seestraße nach einem möglichen Friedensabkommen beraten. Dabei betonen europäische Länder, dass sie über spezialisierte Minenjäger-Systeme verfügen, die eine wichtige Ergänzung zu den amerikanischen Kapazitäten darstellen können. Britische und französische Diplomaten wären zudem bereit, direkten Kontakt zu Teheran zu halten, um operative Absprachen rund um die Mission zu erleichtern.

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