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Der Wettbewerb um künstliche Intelligenz (KI) treibt seit Jahren die Nachfrage nach Halbleitern. Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) und ASML sind dabei zu zwei der wichtigsten Unternehmen der Branche geworden.
Beide Konzerne verfügen über eine marktbeherrschende Stellung. Analysten sehen jedoch einen der beiden Anbieter langfristig leicht besser positioniert.
Beide Unternehmen profitieren deutlich vom globalen KI-Wettlauf, allerdings auf unterschiedliche Weise. Gerade das macht den Vergleich für Anleger interessant, die nach einer Aktie für die kommenden zehn Jahre suchen.
TSMC ist mit Abstand der größte Chiphersteller der Welt. Das Unternehmen produziert Halbleiter für große Namen wie Apple, Nvidia, AMD und Broadcom. Der Analyse zufolge hält TSMC rund 73 Prozent des weltweiten Foundry-Marktes. Bei der Produktion fortschrittlicher KI-Chips steigt der Anteil sogar auf etwa 90 Prozent.
Diese dominante Stellung beruht vor allem auf der enormen Produktionsgröße von TSMC und dem technologischen Vorsprung, den der Konzern über Jahre aufgebaut hat. Dadurch kann das Unternehmen effizienter fertigen als nahezu jeder Wettbewerber.
ASML nimmt seinerseits eine Sonderstellung in der Chip-Lieferkette ein. Der niederländische Konzern liefert die Lithografiemaschinen, mit denen moderne Chips hergestellt werden. Nahezu alle großen Chiphersteller, darunter TSMC, Samsung, Intel, SK Hynix und Micron, sind auf die Technologie von ASML angewiesen.
Der Analyse zufolge hält ASML rund 90 Prozent des Marktes für Lithografiemaschinen. Bei den besonders fortschrittlichen EUV-Maschinen verfügt das Unternehmen sogar über ein nahezu vollständiges Monopol. Analysten schätzen, dass Wettbewerber Dutzende Milliarden Dollar und etwa zehn Jahre benötigen würden, um diesen Rückstand aufzuholen.
Nach Einschätzung von The Motley Fool sind beide Unternehmen attraktive Langfristinvestments. Da nahezu die gesamte Halbleiterindustrie von ihrer Technologie abhängt, dürften sowohl TSMC als auch ASML weiter von der steigenden Nachfrage nach KI-Chips profitieren.
Dennoch sieht die Analyse bei TSMC einen kleinen Vorteil. Das Unternehmen beliefert eine sehr breite Kundengruppe, wodurch der Umsatz weniger stark von einem einzelnen Abnehmer abhängt. ASML ist dagegen stärker auf eine vergleichsweise kleine Zahl großer Kunden angewiesen, wobei TSMC selbst der wichtigste ist.
Sollte diese Beziehung irgendwann unter Druck geraten, wären die Folgen für ASML deutlich gravierender, als es für TSMC der Verlust seines größten Kunden wäre.
Für Anleger bedeutet das der Analyse zufolge nicht, dass ASML eine schlechte Investition ist. Im Gegenteil: Beide Unternehmen verfügen über starke Wettbewerbspositionen und hohe Markteintrittsbarrieren. Dennoch scheint TSMC wegen der breiteren Kundenbasis und seiner dominanten Stellung in der weltweiten Chipproduktion etwas besser positioniert, um in den kommenden zehn Jahren vom anhaltenden Wachstum des KI-Marktes zu profitieren.
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