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Der US-Aktienmarkt profitiert auch 2026 weiter von den hohen Investitionen in künstliche Intelligenz. Die größten Kursgewinne erzielen jedoch nicht zwangsläufig die bekannten Technologieriesen. Anleger verlagern ihren Fokus zunehmend auf Unternehmen, die die Infrastruktur hinter KI bereitstellen.
Diese Verschiebung sorgt an der Wall Street für auffällige Unterschiede. Während einige bekannte Namen kaum vorankommen, haben sich zwölf Aktien aus dem Nasdaq 100 in diesem Jahr bereits mehr als verdoppelt.
SanDisk ist mit Abstand der größte Gewinner. Die Aktie liegt in diesem Jahr rund 406 Prozent im Plus. Auch Micron entwickelt sich mit einem Zuwachs von 207 Prozent besonders stark, während Intel um 175 Prozent gestiegen ist.

Dahinter folgen Arm Holdings mit 159 Prozent, Marvell Technology mit 157 Prozent und Western Digital mit 152 Prozent. Auch Lumentum, AMD und Nebius verzeichneten Kursgewinne von mehr als 120 Prozent.
Applied Materials legte zudem um 110 Prozent zu. Fortinet und Astera Labs komplettieren die Liste mit jeweils rund 101 Prozent Gewinn.
Auffällig ist, dass keine Aktie aus den Magnificent Seven unter diesen zwölf Unternehmen vertreten ist.
Innerhalb der bekannten Gruppe der US-Technologieriesen fallen die Unterschiede groß aus. Amazon schneidet mit einem Plus von 20 Prozent am besten ab. Nvidia folgt mit 14 Prozent, während Apple und Alphabet um 13 beziehungsweise 12 Prozent höher notieren.
Microsoft kommt lediglich auf ein Plus von 4 Prozent. Meta ist inzwischen um 10 Prozent gefallen, Tesla notiert sogar 27 Prozent niedriger. Der S&P 500 legte im selben Zeitraum um rund 13 Prozent zu.
Ed Yardeni, Gründer von Yardeni Research, beobachtet diese Entwicklung bereits seit einigen Monaten. „Die Impressive 493 entwickeln sich seit November besser als die Magnificent Seven“, sagt er.
Eine mögliche Erklärung liegt in der Verschiebung innerhalb des KI-Trades. Anleger investieren mehr Geld in Unternehmen, die die physische Infrastruktur für KI bereitstellen, darunter Chips, Speicher und weitere Komponenten für Rechenzentren.
SanDisk und Western Digital produzieren beispielsweise Flash-Speicher, der in Servern für KI-Anwendungen eingesetzt wird. Wegen der wachsenden Nachfrage nach dieser Hardware rücken diese Unternehmen stärker in den Fokus der Anleger.
Allerdings sind nicht alle Analysten überzeugt, dass diese Rally ungebremst weitergeht. Lisa Shalett, Anlagechefin bei Morgan Stanley Wealth Management, hält Aktien von Chipunternehmen inzwischen für deutlich überhitzt.
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