Die Europäische Union macht einen weiteren Schritt in der Regulierung von Kryptotransaktionen. Während des European Anti-Financial Crime Summit 2025 in Dublin sprach Paschal Donohoe, Vorsitzender der Eurogruppe und irischer Finanzminister, über die Pläne der EU, Kryptotransaktionen strenger zu kontrollieren.
Diese Pläne sollen für mehr Transparenz und eine bessere Einhaltung der Anti-Geldwäsche-Regeln innerhalb des Kryptosektors sorgen.
Mehr Transparenz für Krypto-Transaktionen
In seiner Keynote-Rede betonte Donohoe, dass die neue Regelung darauf abzielt, ein höheres Niveau an Transparenz zwischen Sendern und Empfängern von Kryptotransaktionen zu erreichen. Er sprach über eine „Neuklassifizierung von Leistungsübertragungsmechanismen“ auf EU-Gesetzgebungsebene, wobei Daten von Sendern und Empfängern von Mitteln erfasst werden müssen.
Dies bedeutet, dass Anbieter von Krypto-Asset-Diensten (CASP’s) in Zukunft denselben strengen Berichtspflichten unterliegen müssen wie traditionelle Finanzinstitutionen.
„Es ist essentiell, dass wir den Umfang dieser Art von Finanzregulierung erweitern,“ sagte Donohoe. Dieser Schritt ist dazu gedacht, die Transparenzprobleme im Kryptosektor anzugehen und kriminelle Aktivitäten wie Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu verhindern.
Neben Transparenz betonte Donohoe auch die Notwendigkeit einer besseren Zusammenarbeit zwischen den EU-Ländern:
„Engere Zusammenarbeit und Koordination sind absolut entscheidend. Nicht nur auf internationaler Ebene, sondern auch auf europäischer Ebene. Diese Initiative ist ein Meilenstein. Sie ist darauf ausgelegt, ein starkes Instrumentarium zu schaffen, um diese äußerst ernsten Probleme anzugehen.“
Strengere Regeln für Krypto-Unternehmen
Die neue AML-Verordnung, die am 1. Juli 2027 in Kraft tritt, wird weitreichende Folgen für Krypto-Unternehmen haben. So wird es diesen Unternehmen verboten, Geschäfte mit anonymen Wallets und Privacycoins zu machen, was die Anonymität innerhalb des Sektors erheblich einschränken wird. Zusätzlich werden Aufsichtsbehörden die Möglichkeit erhalten, IP-Adressen von nicht konformen dezentralisierten Börsen zu blockieren.
Obwohl das Gesetz darauf abzielt, Geldwäsche und kriminelle Aktivitäten zu verhindern, gibt es auch Kritik. Patrick Hansen, EU-Strategie- und Politikdirektor bei Circle, betonte, dass dieses neue AMLR-Gesetz „keine Kryptoregulierung“ ist, sondern ein breiteres Finanzgesetz, das alle Finanzinstitutionen betrifft, einschließlich Krypto-Unternehmen.
James Toledano, COO von Unity Wallet, warnte sogar, dass diese neuen Regeln das Fundament von dezentralisierten Finanzen (DeFi) gefährden könnten. Er erklärte, dass diese Gesetze traditionellen Bankstandards folgen und schwer mit der dezentralisierten Natur von Krypto zu vereinbaren sind.
„Diese Regeln können und werden leicht umgangen werden, da die Selbstverwahrung von Krypto weltweit ist und Inhaber andere Wege finden werden, ihre Mittel zu liquidieren.“
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