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Die Europäische Union hat 53 Kryptounternehmen unter MiCA genehmigt, ein entscheidender Schritt in der Regulierung des Kryptomarktes. Sechs Monate nach dem vollständigen Inkrafttreten der Markets in Crypto-Assets-Verordnung (MiCA), sind mittlerweile 53 Unternehmen offiziell genehmigt, um ihre Kryptodienste legal innerhalb der EU anzubieten.
Nach Patrick Hansen, Director EU Strategy & Policy bei Circle, umfasst die Liste der genehmigten Parteien derzeit 14 Stablecoin-Herausgeber und 39 Krypto-Dienstleister aus verschiedenen EU-Ländern. Große Namen wie Coinbase, Kraken, Bitvavo und N26 dürfen nun ihre Dienste in allen 30 EU-Ländern anbieten, ohne dass sie in jedem Land einzeln eine Lizenz beantragen müssen.
Die MiCA-Verordnung, die am 30. Dezember 2024 vollständig in Kraft trat, ist der erste internationale Rechtsrahmen, der Kryptotransaktionen, Stablecoin-Emissionen und Verbraucherschutz auf eine Linie bringt. Damit setzt die EU einen weltweiten Standard.
Auffällig ist das Fehlen von Tether und Binance. Tether, der Herausgeber der USDT Stablecoin, hat noch keine MiCA-Lizenz erhalten. Dies hat bereits dazu geführt, dass Börsen wie Coinbase und Crypto.com USDT aus ihrem Angebot entfernt haben. Binance bleibt, wie in anderen Rechtsgebieten, mit regulatorischen Herausforderungen konfrontiert und fehlt ebenfalls auf der Liste.
Unter den genehmigten Stablecoin-Herausgebern finden wir Circle (EURC, USDC), Société Générale-Forge (EURCV, USDCV) und Membrane Finance (EURe, eUSD). Die meisten Stablecoins auf der Liste sind euro-gedeckt, obwohl es auch Token gibt, die an den US-Dollar gekoppelt sind.
Die europäischen Aufsichtsbehörden bleiben bei der Einhaltung scharf. Mehr als 35 Kryptounternehmen wurden bereits als nicht konform eingestuft, mit der italienischen Aufsichtsbehörde CONSOB als Spitzenreiter bei den Durchsetzungsmaßnahmen. Gleichzeitig sorgen Veränderungen in Suchalgorithmen und MiCA-bezogene Politikanpassungen für Unruhe bei Kryptoplattformen in Westeuropa.
Ein nächstes Update der MiCA-Lizenzen wird gegen Ende September erwartet, wodurch klar wird, ob sich mehr Parteien an die strengen Anforderungen anpassen können. Das Rennen, um konform zu bleiben, hat nun wirklich begonnen.
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