Nach sieben Jahren Funkstille hat sich ein Ethereum-(ETH)-Investor, der sehr früh eingestiegen ist, wieder bemerkbar gemacht. Der vermögende Anleger bewegte am Montag über 3 Millionen US-Dollar in ETH zur bekannten Krypto-Börse Kraken, wie aus einem X-Post des Analyseportals LookOnChain hervorgeht. Die große Frage lautet: Warum tut der „Whale“ das gerade jetzt? Was steckt dahinter – und was bedeutet es für den Gesamtmarkt?
Tausende ETH aus dem Dornröschenschlaf geholt
Der anonyme Investor kaufte im November 2017 insgesamt 10.001 ETH zum damaligen Preis von 352 US-Dollar pro Stück – eine Anfangsinvestition von rund 3,52 Millionen US-Dollar. Seitdem hielt er seine Position, selbst als Ethereum im Bullrun 2021 ein Hoch von fast 4.900 US-Dollar erreichte. Damals hätte er über 45 Millionen US-Dollar an nicht realisiertem Gewinn verbuchen können. Doch er entschied sich gegen einen Verkauf.
Ausgerechnet jetzt – nachdem Donald Trump die Märkte mit neuen Importzöllen verunsichert hat – bewegt der Whale Teile seiner Bestände zu Kraken. Es handelt sich nicht um seine gesamte Position, sondern um 2.000 ETH im Wert von rund 3,11 Millionen US-Dollar. Ob er sie tatsächlich verkauft hat, ist nicht bestätigt. Sollte dies der Fall sein, hat er trotzdem eine solide Rendite erzielt.
Pectra-Upgrade in Sicht
Vielleicht weiß der Investor mehr als der Rest des Marktes. Doch es gibt auch positive Signale: Das lang erwartete Pectra-Upgrade, das am 30. April aktiviert werden soll, könnte dem Ethereum-Netzwerk neues Leben einhauchen.
Ein zentrales Element des Upgrades ist ein verbessertes Staking-Modell. Die Strafen bei Fehlern werden deutlich reduziert, was das Staking insbesondere für größere Akteure wie institutionelle Anleger attraktiver macht. Laut Experte Alex Loktov könnte der Anteil der gestakten ETH dadurch von aktuell 30 % auf bis zu 45 % steigen.
Natürlich bleibt auch die Skalierung über Layer-2-Lösungen ein kritischer Faktor. Sollte das Upgrade jedoch positiv aufgenommen werden, könnte es den Startschuss für eine nachhaltige Erholung im Jahr 2025 geben – vorausgesetzt, das Umfeld für risikobehaftete Anlagen bessert sich ebenfalls.
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