Ethereum stand lange im Schatten von Bitcoin, insbesondere wenn es um die institutionelle Akzeptanz durch ETFs geht. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass US-amerikanische Spot-Ether-ETFs bislang nicht optimal von den Netzwerkfunktionen profitieren konnten. Während Bitcoin-ETFs einfach dem BTC-Kurs folgen, wurde ein entscheidendes Merkmal von Ethereum – das Staking – bisher nicht berücksichtigt.
Das könnte sich nun ändern.
Staking in Ethereum-ETFs in Aussicht
Die CBOE BZX Exchange hat im Namen von 21Shares einen Antrag bei der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC eingereicht, um Staking in ihren Spot-Ether-ETF zu integrieren. Sollte die Genehmigung erteilt werden, wäre 21Shares der erste Anbieter, der einen Teil der Ethereum-Bestände des Fonds einsetzt, um zusätzliche Renditen für Anleger zu erzielen.
Nach dieser Nachricht stieg der Ethereum-Kurs um mehr als 4 %. Der Markt reagiert also äußerst positiv auf diese Entwicklung. Analysten erwarten, dass dies die Attraktivität von Ethereum-ETFs erheblich steigern wird, insbesondere für institutionelle Investoren.
Wie funktioniert das Staking von Ethereum innerhalb eines ETFs?
Laut dem am 12. Februar bei der SEC eingereichten Antrag plant 21Shares, „von Zeit zu Zeit“ einen Teil der Ethereum-Bestände des Fonds über vertrauenswürdige Staking-Anbieter zu delegieren. Dies soll dazu beitragen, die Fondsperformance besser an die von Ethereum selbst anzugleichen, da viele ETH-Inhaber ihre Coins staken, um zusätzliche Erträge zu erzielen.
21Shares betont jedoch, dass das Unternehmen sich nicht als Staking-Experte sieht. „Es beansprucht keine besondere Expertise, Erfahrung oder technisches Wissen in Bezug auf Staking und setzt die Ether des Fonds ausschließlich zur Maximierung der Erträge ein“, heißt es im Antrag. Zudem wird das Fondsmanagement genügend Liquidität bereithalten, um mögliche Rücknahmen von Investoren zu bedienen.
Die Einführung von Staking könnte eine entscheidende Veränderung für Ether-ETFs bedeuten. Bislang waren diese weniger populär als ihre Bitcoin-Pendants, unter anderem weil institutionelle Investoren oft Schwierigkeiten hatten, den einzigartigen Wert von Ethereum klar zu definieren.
Bitcoin wird als digitales Gold betrachtet, während Ethereum stets ein komplexeres Narrativ hatte. Mit Staking erhält es jedoch eine klare zusätzliche Renditekomponente, die die Akzeptanz bei institutionellen Investoren beschleunigen könnte.
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