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Ethereum (ETH) ist in dieser Woche der große Gewinner am Kryptomarkt. Während sich der Bitcoin-Kurs nach der Inflationsrally weitgehend seitwärts bewegt, legte Ethereum binnen sieben Tagen um rund elf Prozent zu. Hinter der auffälligen Erholung stehen offenbar zwei zentrale Treiber: eine deutliche Rückkehr von Kapital in die US-Spot-Ethereum-ETFs und zusätzliche Nachfrage durch das neue Robinhood-Chain-Netzwerk.
Die überraschend günstigen US-Inflationsdaten hatten bereits zu Wochenbeginn für bessere Stimmung am Kryptomarkt gesorgt. Ethereum profitiert davon jedoch deutlich stärker als Bitcoin und die meisten anderen großen Coins.
Ein wichtiger Grund für die starke Entwicklung von Ethereum ist die Erholung der US-Spot-Ethereum-ETFs. Nach Daten von Newsbit flossen in den ersten drei Handelstagen dieser Woche bereits 96 Millionen Dollar in die Fonds. Damit liegt der Zufluss schon jetzt über den 84 Millionen Dollar, die die ETFs in der gesamten Vorwoche einsammelten.
Der Großteil der Zuflüsse entfällt auf BlackRock. Allein am Mittwoch verbuchte der ETHA-Fonds 45,3 Millionen Dollar, während der kleinere ETHB-Fonds weitere 4 Millionen Dollar anzog. Die übrigen Anbieter kamen zusammen auf weniger als 5 Millionen Dollar.
Gleichzeitig verliert Grayscale weiter Marktanteile. Seit dem Start der Spot-ETFs sind inzwischen mehr als 5,3 Milliarden Dollar aus dem ursprünglichen Ethereum Trust abgeflossen, der deutlich höhere Verwaltungsgebühren verlangt als Wettbewerber wie BlackRock.
Bei den US-Spot-Bitcoin-ETFs fällt das Bild weniger überzeugend aus. Am 13. Juli flossen 424 Millionen Dollar aus den Fonds ab, einen Tag später kehrten bereits 181 Millionen Dollar zurück. Analysten zufolge deuten solche schnellen Umschwünge eher auf kurzfristigen Handel hin als auf institutionelle Anleger, die neue Positionen aufbauen.
Dennoch bleibt der Bitcoin-Kurs auffallend stabil. Blockchain-Daten von Nansen zeigen, dass Anleger ihre BTC weiter von Handelsplattformen abziehen, während kaum eine Umschichtung in Stablecoins stattfindet. Das spricht dafür, dass viele Investoren ihre Bitcoin halten – trotz der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten.
Ethereum profitiert zudem von einer neuen Quelle für Netzwerkaktivität. Robinhood brachte Anfang Juli sein eigenes Layer-2-Netzwerk Robinhood Chain an den Start. Da die Transaktionsgebühren in diesem Netzwerk in ETH bezahlt werden, entsteht automatisch zusätzliche Nachfrage nach dem Coin.
Aktuellen Zahlen zufolge verarbeitet Robinhood Chain inzwischen ein tägliches Handelsvolumen von mehr als 800 Millionen Dollar auf dezentralen Börsen. Ein großer Teil davon entfällt auf den Handel mit Memecoins.
Die Kombination aus steigenden ETF-Zuflüssen, neuen Anwendungen im Ethereum-Netzwerk und einem stabilen breiteren Kryptomarkt sorgt dafür, dass ETH in dieser Woche klar besser abschneidet als Bitcoin und die meisten anderen großen Coins. Für Anleger ist das ein Hinweis darauf, dass sich die Stimmung rund um Ethereum vorsichtig aufhellt.
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