Der Kryptomarkt stand diese Woche stark unter Druck, doch Großinvestoren nutzen gerade jetzt ihre Chance. On-Chain-Daten zeigen, dass sogenannte Krypto-Wale erneut massiv Ethereum (ETH) eingesammelt haben. Vor allem beim jüngsten Kursrutsch wurden große Wallets um ETH im Wert von Hunderten Millionen Dollar aufgestockt.
Whale-Aktivität auf Ethereum zieht an
Laut Daten des Blockchain-Trackers Onchain Lens entnahm eine neue Wallet-Adresse kürzlich 10.009 Ethereum im Wert von rund 41 Millionen Dollar von Binance.
Dieser Kauf steht nicht für sich. Die Blockchain-Analyseplattform LookOnChain meldete, dass eine weitere neue Wallet, möglicherweise verbunden mit Tom Lees Unternehmen BitMine, über FalconX noch einmal 26.199 ETH erwarb – gut 108 Millionen Dollar.
BitMine hatte bereits über 3 Millionen Ethereum in der Bilanz und ist damit mit Abstand der größte börsennotierte ETH-Halter. Dazu fügen sie nun also noch einmal mehr als 100.000 Coins hinzu. Das Ziel von Gründer Tom Lee bleibt, am Ende 5 Prozent aller ETH zu halten.
Ethereum-Spot-ETFs feiern ein Comeback
Zudem beleben sich die Zuflüsse in die US-amerikanischen Ethereum Spot Exchange-Traded Funds (ETFs) wieder, wie Daten von Farside zeigen. Nach einer kräftigen Abflusswelle am Montag von satten 428,5 Millionen Dollar verzeichnen die Fonds nun wieder Nettozuflüsse. In den vergangenen zwei Tagen summierten sie sich insgesamt auf 405,8 Millionen Dollar.
Ein erheblicher Teil dieser Investitionen stammt von institutionellen Anlegern. So erklärt ETF-Experte James Seyffart, dass bei den Bitcoin (BTC) Spot-ETFs etwa 25 Prozent der Zuflüsse von diesen Akteuren kommen.
Die massiven Käufe durch institutionelle Investoren sind ein wichtiges Signal, denn diese Akteure investieren in der Regel mit einer langfristigen Perspektive. Auch börsennotierte Ethereum-Reserveunternehmen wie BitMine erwerben ihre Token, um sie lange zu halten. Das trägt dazu bei, dass das verfügbare ETH-Angebot am Markt austrocknet.
Analyst Crypto Gucci spricht daher von einer historisch einzigartigen Situation, in der „drei supply vacuums zugleich“ stattfinden. Derzeit werden zudem enorme Mengen ETH im Netzwerk gestakt. Diese Token werden zur Validierung von Transaktionen eingesetzt und lassen sich nicht ohne Weiteres auszahlen. Das Unstaking kann Wochen dauern, wodurch diese Münzen weniger liquide sind. Insgesamt sind rund 35,7 Millionen ETH, also etwa 30 Prozent des Gesamtangebots, in Staking-Verträgen gebunden.
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