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Bitmine steht kurz vor einer bemerkenswerten Marke. Tom Lees Unternehmen hält inzwischen fast fünf Prozent aller Ethereum (ETH) und nähert sich damit seinem selbst gesteckten Ziel. Damit rückt eine zentrale Frage in den Vordergrund: Was bedeutet es für den Markt, wenn ein börsennotiertes Unternehmen tatsächlich fünf Prozent aller ETH kontrolliert?

Fünf Prozent aller Ethereum in einer Unternehmensbilanz

Bitmine startete einst als Bitcoin- (BTC)Miner, hat seine Strategie inzwischen aber vollständig auf Ethereum ausgerichtet. Unter der Führung von Fundstrat-Gründer Tom Lee entwickelte sich das Unternehmen zur mit Abstand größten Ethereum-Treasury der Welt.

Grafik der größten Ethereum-(ETH)-Besitzer: Bitmine hält mehr als 5,5 Millionen ETH.
Top 5 der größten ETH-Besitzer. (Quelle: Strategicethreserve)

Im vergangenen Jahr gab Bitmine bekannt, langfristig fünf Prozent aller ETH-Token halten zu wollen. Die Strategie trägt den Namen „Alchemy of 5%“. Nach vierzehn Monaten nahezu ununterbrochener Käufe hat das Unternehmen inzwischen rund 96 Prozent dieses Ziels erreicht.

Mit 5,81 Millionen ETH hält Bitmine Ethereum im Wert von fast 11 Milliarden Dollar. Damit befindet sich inzwischen ein erheblicher Teil des verfügbaren ETH-Angebots in den Händen eines einzigen börsennotierten Unternehmens.

Dabei bleibt es nicht. Bitmine hält die Coins nicht nur, sondern setzt den Großteil auch im Staking ein. Inzwischen sind mehr als 5 Millionen ETH gestaket. Dabei wird Ethereum zur Absicherung des Netzwerks hinterlegt, im Gegenzug fließen Staking-Erträge. Bei einer aktuellen Rendite von rund 2,63 Prozent rechnet Bitmine damit, jährlich etwa 257 Millionen Dollar an zusätzlichen Einnahmen zu erzielen.

Was macht Bitmine, sobald das Ziel erreicht ist?

Je näher Bitmine der Marke von fünf Prozent kommt, desto wichtiger wird die Frage nach dem nächsten Schritt. Eine Möglichkeit wäre, dass das Unternehmen einfach weiter kauft. Tom Lee äußert sich weiterhin ausgesprochen optimistisch zu Ethereum und könnte zu dem Schluss kommen, dass fünf Prozent kein Endpunkt sein müssen.

Eine andere Option wäre, dass Bitmine das Kauftempo weiter drosselt. Das Unternehmen könnte sich dann stärker auf Staking und die Verwaltung seiner bestehenden Position konzentrieren. Das Tempo der Käufe hat in diesem Jahr ohnehin bereits nachgelassen. Überraschend ist das nicht, da der Bärenmarkt die Aufnahme frischen Kapitals für zusätzliche Käufe erschwert.

Eine dritte Möglichkeit wäre, dass Bitmine zusätzliche Käufe vollständig einstellt. Für den Ethereum-Markt wäre das ein wichtiger Einschnitt, weil damit ein großer struktureller Käufer wegfallen würde.

ETH-Bestand wächst auch ohne neue Käufe

Selbst wenn Bitmine kein zusätzliches Ethereum mehr kauft, dürfte die Position weiter wachsen. Die mehr als 5 Millionen gestaketen ETH generieren schließlich laufend neue ETH.

Solange das Unternehmen keine Token verkauft, dürfte Bitmine dadurch auch ohne größere Käufe irgendwann die Marke von fünf Prozent überschreiten. Zugleich bedeutet eine Beteiligung dieser Größenordnung, dass der Einfluss des Unternehmens innerhalb des Ethereum-Ökosystems weiter zunimmt.

Für den Markt ist daher nicht nur entscheidend, ob Bitmine sein Ziel erreicht, sondern vor allem, welche Strategie das Unternehmen danach wählt.

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