Ethereum (ETH) steht möglicherweise vor einer spannenden Phase. Die größte Altcoin sieht sich mit einer historisch knappen Verfügbarkeit am Markt konfrontiert, während die institutionelle Nachfrage rasant wächst. Ein Analyst sieht Chancen: Setzt sich dieser Trend fort, könnte der Ethereum-Kurs seiner Ansicht nach explosiv steigen.
Historischer Angebotsschock durch drei Kräfte
Laut Analyst Crypto Gucci war die Liquidität von Ethereum noch nie so niedrig. Er verweist auf drei sogenannte „Supply Vacuums“. Das sind Kräfte, die dafür sorgen, dass ETH aus dem Umlauf verschwindet. Es geht um folgende drei:
- Staking: Über 35,7 Millionen ETH, rund 30 Prozent des Gesamtbestands, sind in Staking-Verträgen gebunden. Diese Coins stehen dem Markt vorübergehend nicht zur Verfügung. Es kann mitunter Wochen dauern, bis die Token wieder liquide sind. Wer seine Coins stakt, unterstützt das Netzwerk und erhält dafür Belohnungen.
- Spot-ETFs (Exchange Traded Funds): Seit der Zulassung der US-Ethereum-ETFs wurden bereits 6,84 Millionen ETH aufgekauft. Das entspricht 5,6 Prozent des Gesamtbestands.
- ETH-Reserveunternehmen: Inzwischen gibt es 70 börsennotierte Ethereum-Reserveunternehmen. Zusammen halten sie 5,9 Millionen ETH, was 4,9 Prozent der Gesamtmenge entspricht.
Diese drei Faktoren führen zusammen dazu, dass mehr als 40 Prozent aller ETH aus dem Umlauf verschwunden sind. „Dieser Zyklus vereint alle drei Supply Vacuums gleichzeitig. Das hat es noch nie gegeben“, so der Analyst auf X.
Ethereum-Kurs könnte ‚nuklear‘ durchstarten
Nach Einschätzung von Gucci führt das zu einer Lage, in der der Kurs „nuklear gehen“ könne. Auch andere Analysten zeigen sich optimistisch. Der niederländische Analyst Michaël van de Poppe sieht bei Ethereum derzeit ein höheres Tief – ein Zeichen von Stärke. Er rechnet innerhalb von ein bis zwei Wochen mit einem kräftigen Ausbruch und einem neuen Allzeithoch.
Benjamin Cowen rechnet zudem damit, dass Ethereum mindestens auf 5.300 Dollar steigt. Vom aktuellen Niveau bei 4.150 Dollar entspräche das einem Plus von gut 27,7 Prozent.
Ein Sprung von Ethereum über die psychologische Marke von 5.000 Dollar könnte laut Cowen zudem weitaus größere Auswirkungen auf den Kryptomarkt haben. Er erwartet, dass ein solches Szenario den Startschuss für eine neue Altseason geben könnte – eine Phase, in der Altcoins massenhaft an Wert zulegen.
Dennoch warnt Cowen auch vor den Bedingungen: „Ohne ein Ethereum über 5.000 Dollar und ein Bitcoin (BTC) auf neuen Allzeithochs ist eine Altseason schlicht nicht möglich.“ Die Bitcoin-Dominanz (der Marktanteil von BTC) müsse laut Cowen zunächst steigen, bevor Altcoins den nötigen Raum bekommen.
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