Donald Trump hat letzte Woche offiziell das Dekret zur Schaffung einer strategischen Bitcoin-Reserve für die Vereinigten Staaten unterzeichnet. Damit nutzt das mächtigste Land der Welt Bitcoin nun offiziell als Reserve-Asset. Laut Anastasija Plotnikova, Mitbegründerin und CEO von Fideum, zeigt die Enttäuschung des Marktes, wie unrealistisch die Erwartungen innerhalb dieser Branche manchmal sein können.
Warum reagierte der Markt enttäuscht auf Trumps Bitcoin-Reserve?
Hätte man jemandem vor ein paar Jahren erzählt, dass der nächste Präsident der Vereinigten Staaten eine Bitcoin-Reserve einführen würde, wären die Erwartungen vermutlich sehr hoch gewesen – insbesondere in Bezug auf den Bitcoin-Kurs.
Die Reaktion fiel jedoch bislang verhalten aus, was unter anderem daran liegt, dass der Markt insgeheim auf mehr gehofft hatte. Donald Trump wird nicht direkt Bitcoin für die USA kaufen, obwohl es anscheinend genau diese Erwartung gegeben hat.
Dazu kommt, dass derzeit zahlreiche makroökonomische und geopolitische Faktoren die Märkte dominieren. Diese sorgen für erhebliche Unsicherheit und Gegenwind, sodass es schwieriger ist, die tatsächliche Marktreaktion auf die Bitcoin-Reserve zu bewerten.
Generell fallen aktuell alle Märkte, auch in der traditionellen Finanzwelt. Insofern bleibt abzuwarten, ob die negative Reaktion anhält.
Diese Reaktion ist bizarr
Plotnikova bezeichnet die Marktreaktion auf die Bitcoin-Reserve sogar als bizarr: „Es ist erstaunlich, eine so öffentliche Enttäuschung zu sehen, insbesondere von einigen Akteuren aus der Branche. […] Noch vor nicht allzu langer Zeit wäre die bloße Idee einer Bitcoin-Reserve für die Bundesregierung revolutionär gewesen – und nun wird sie umgesetzt.“
Bislang bleibt die Herangehensweise an die Bitcoin-Reserve jedoch vorsichtig. Es wurde lediglich angekündigt, dass Bitcoin nicht mit Steuergeldern gekauft wird.
„Damit entspricht diese Entscheidung dem restlichen Regierungsprogramm“, so Plotnikova. Damit spielt sie wahrscheinlich auf DOGE an, das neue Regierungsdepartment unter Elon Musk, mit dem er erhebliche Einsparungen auf staatlicher Ebene umsetzen will.
Ob das gelingt, bleibt abzuwarten, denn bisher sind die Berichte dazu widersprüchlich. DOGE startete mit großem Aufsehen, doch laut Insidern bleiben die tatsächlichen Einsparungen weit hinter den Erwartungen zurück.
Laut der CEO ist die Enttäuschung über die Bitcoin-Reserve kaum zu glauben und zeigt, wie unrealistisch die Branche in manchen Aspekten ist.
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