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Elon Musks KI-Unternehmen xAI steht kurz davor, seine Technologie rapide auszuweiten. Dies geschieht zu einem Zeitpunkt, an dem Regierungen weltweit kritischer gegenüber künstlicher Intelligenz und deren potenziellen Risiken werden. Große Investoren scheinen sich davon bisher wenig beeindrucken zu lassen.
Musks KI-Unternehmen xAI hat eine Finanzierungsrunde über 20 Milliarden Dollar abgeschlossen. Damit hat xAI 5 Milliarden Dollar mehr gesammelt als ursprünglich geplant. Zu den Investoren zählen Schwergewichte wie Nvidia und Cisco Investments, aber auch große Fonds wie Fidelity und die Qatar Investment Authority.
Mit dem neuen Kapital will xAI vor allem seine Infrastruktur ausbauen. Das Unternehmen errichtet riesige Rechenzentren voller leistungsstarker Chips, die für das Training von KI-Modellen notwendig sind. Laut xAI verfügt es mittlerweile über eines der größten GPU-Cluster weltweit.
Diese Rechenleistung wird für die Weiterentwicklung von Grok genutzt, dem KI-Chatbot, der eng mit der sozialen Medienplattform X verknüpft ist (dessen Eigentümer Musk ebenfalls ist).
Laut Investoren ist diese Verknüpfung ein wesentlicher Vorteil. Grok kann mit großen Mengen aktueller Daten von X trainiert werden.
Analystin Joni Pirovich von Crystal aOS sagt, dass Investoren darauf setzen, dass diese Daten letztlich zu besseren KI-Modellen führen als bei der Konkurrenz. Sie erwartet, dass xAI damit Nutzer und Unternehmen von Anbietern wie OpenAI abwerben kann.
Trotzdem wächst die Kritik. In Europa gerät Grok wegen des Umgangs mit sensiblen Inhalten unter Beschuss. Die Europäische Kommission bezeichnete bestimmte Funktionen als illegal und schockierend. Auch Länder wie Frankreich, das Vereinigte Königreich, Indien und Malaysia haben Untersuchungen zu möglichen Verstößen eingeleitet.
Die Bedenken betreffen vor allem die Erstellung von Deepfakes und sexuell eindeutigen Bildern von Minderjährigen. Pirovich meint, dass der Missbrauch von KI in den kommenden Jahren ein wichtiges Thema in neuen Gesetzen und Regelungen sein wird. Sie weist darauf hin, dass xAI bisher wenig über die freiwillige Einhaltung internationaler KI-Standards mitgeteilt hat.
Trotz dieser Kritik wächst xAI weiterhin stark. Das Unternehmen erklärt, aggressiv neues Personal zu rekrutieren und arbeitet derweil an Grok 5 sowie neuen Bild- und Videogeneratoren.
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