Der Dow Jones Industrial Average, einer der bekanntesten Aktienindizes der Welt, hat eine historische negative Serie verzeichnet. Am Dienstag schloss der Dow 267 Punkte tiefer, ein Rückgang von 0,6 %, womit der Index nun den neunten Verlusttag in Folge verbuchte. Dies ist der längste zusammenhängende Verlustzeitraum seit Februar 1978, als Jimmy Carter Präsident war. Dennoch fällt der Rückgang relativ mild aus: In den letzten acht Handelstagen verlor der Dow nur 3 %.

Technologie bleibt stark
Obwohl die Verluste des Dow auffällig sind, beschränken sie sich größtenteils auf diesen Index. Die Nasdaq, angetrieben durch den Technologie- und AI-Boom, bleibt trotz eines kleinen Rückgangs von 0,32 % am Dienstag resilient. Auch der S&P 500 fiel leicht um 0,39 %. Laut Keith Lerner, strategischem Leiter von Truist Advisory Services (TAS), dreht sich der Markt derzeit um technologische Innovationen: „Der Fokus bleibt auf AI und Technologie, und das bestimmt das Sentiment.“
Ursachen des Dow-Rückgangs
Ein großer Teil der jüngsten Verluste ist auf UnitedHealthcare Group zurückzuführen. Der Gesundheitsversicherungsriese verlor diesen Monat bereits 18 % seines Wertes, unter anderem aufgrund des tödlichen Schießvorfalls mit CEO Brian Thompson und dem Versprechen von Donald Trump, hart gegen Medikamentenhändler vorzugehen.
Die Verluste traten vor der Zinssatzentscheidung der Federal Reserve auf, bei der die Zentralbank den Zinssatz wie erwartet um 25 Basispunkte senkte. Obwohl diese Senkung mit früheren Prognosen übereinstimmt, spekulieren die Märkte weiterhin über eine mögliche gemäßigtere Zinspolitik im Jahr 2025.
Kein Grund zur Panik
Trotz der jüngsten Verluste bleibt der Dow in diesem Jahr stark im Plus, mit einem Anstieg von 16 %. Außerdem liegt der Index immer noch 1.500 Punkte höher als am Tag der US-Wahlen. Analysten wie Anthony Saglimbene von Ameriprise sehen den aktuellen Rückgang vor allem als einen Moment der Gewinnmitnahme nach starken Anstiegen in den vergangenen Wochen. „Die Verlustserie des Dow ist nicht unbedingt ein Vorbote von Problemen“, sagt er.
Die Auswirkungen von Trump 2.0
Nach der Wiederwahl von Donald Trump reagierten die Märkte zunächst positiv auf seine Versprechen zu Steuererleichterungen und Deregulierung. Dennoch machen sich einige Investoren Sorgen über mögliche negative Auswirkungen wie höhere Zölle und strengere Einwanderungspolitik. Im kommenden Jahr wird sich zeigen, wie der Markt die Balance zwischen den Chancen und Risiken von Trumps zweiter Amtszeit bewertet.
Obwohl der Dow auf dem Weg zu einer Erholung zu sein scheint, ist es klar, dass sich die Investoren auf sowohl wirtschaftliche als auch politische Veränderungen vorbereiten.
Robinhood-Chef: KI handelt bald wie professionelle Trader
Robinhood rechnet damit, dass KI schon bald eigenständig handeln kann. Privatanleger erhielten damit Zugang zu professioneller Handelstechnologie und intelligenter Automatisierung.
KI vernichtet Jobs? Neue Studie belegt das Gegenteil
Hohe KI-Investitionen gehen mit mehr Beschäftigung und zusätzlichem Wachstum einher, zeigt eine Untersuchung von mehr als 21.500 Unternehmen.
USA heben KI-Beschränkungen für Anthropics Fable 5 auf
Die US-Regierung hebt die Exportbeschränkungen für Anthropics Fable-5-Modell auf, nachdem das Unternehmen Sicherheitsbedenken ausgeräumt hat.
Meist gelesen
XRP verschwindet in großem Stil von Binance: Was bedeutet das für den Kurs?
Viele XRP-Halter ziehen ihre Coins von der Kryptobörse Binance in eigene Wallets ab. Kann das dem Kurs neuen Schwung geben?
AI-Prognose: Wie wahrscheinlich ist es, dass XRP bis 2030 auf 20 Dollar steigt?
Das KI-Modell ChatGPT schätzt die Wahrscheinlichkeit für einen XRP-Kurs von 20 Dollar im Jahr 2030 als gering ein. Die mittlere Prognose liegt deutlich niedriger.
Wie viel XRP braucht man, um 2035 in Rente zu gehen?
Laut Analysten benötigst du diese Menge an XRP, um 2035 in den Ruhestand zu gehen. Die Antworten könnten überraschen.
