Der südkoreanische Gründer von Terraform Labs, Do Kwon, hat sich in den Vereinigten Staaten des Betrugs schuldig bekannt. Er spielte eine Schlüsselrolle beim Zusammenbruch der Stablecoin TerraUSD (UST), wodurch Milliarden an Anlegermitteln verdampften und weltweit das Vertrauen in Stablecoins untergraben wurde.
Kwon bekannte sich des Betrugs im Zusammenhang mit TerraUSD
Do Kwon räumt ein, sich schuldig gemacht zu haben der Verschwörung zum Betrug und des elektronischen Betrugs. US-Staatsanwälte erklären, er habe Investoren in die Irre geführt, indem er UST als stabile Währung präsentierte, während hinter den Kulissen ein fragiles Kartenhaus aufgebaut wurde.
Kwon behauptete, ein Algorithmus koppelte den Wert von UST automatisch an den US-Dollar. In Wirklichkeit wurde diese Bindung künstlich aufrechterhalten durch heimliche Käufe großer Mengen an Token, um die Illusion von Stabilität zu erzeugen.
Terra-Crash ließ Milliarden verdampfen
Die Strategie von Terraform Labs hielt bis zum Frühjahr 2022 stand. Dann verlor UST abrupt seine Bindung an den Dollar. Luna (LUNA), die Schwesterwährung, stürzte nahezu zeitgleich ab. Die kombinierte Marktkapitalisierung beider Münzen betrug auf dem Höhepunkt rund 50 Milliarden Dollar.
Innerhalb weniger Tage war dieses Vermögen verdampft. Anleger weltweit verloren Milliarden, und der Ruf algorithmischer Stablecoins nahm schweren Schaden.

US-amerikanische Behörden setzen Kwon unter Druck
Die Jagd auf Do Kwon lief schon länger. Justizbehörden in mehreren Ländern wollten ihn strafrechtlich verfolgen, doch er beharrte monatelang auf seiner Unschuld. Selbst Anfang 2024 bestritt er noch jede Beteiligung an Betrug. Dieser Ton hat sich nun vollständig geändert.
Zuvor hatte er bereits einen Vergleich mit der US-Börsenaufsicht SEC geschlossen. Er zahlte 80 Millionen Dollar Strafe und erhielt ein Verbot, weiterhin mit Krypto zu handeln.
Nun hat er auch im Strafverfahren klein beigegeben. Im Rahmen eines Deals mit dem US-Justizministerium akzeptiert Kwon eine maximale Haftstrafe von 12 Jahren. Damit entgeht er einer deutlich härteren Strafe: Ohne Deal hätte er mehr als 100 Jahre Gefängnis erhalten können. Außerdem verliert er Vermögenswerte in Höhe von über 19 Millionen Dollar. Das Urteil soll im Dezember verkündet werden.
Das Schuldeingeständnis ist ein Wendepunkt in einem der größten Krypto-Skandale aller Zeiten. Bis heute hat der Terra-Crash Auswirkungen auf das Vertrauen in Stablecoins und darauf, wie Aufsichtsbehörden auf Krypto blicken.
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