Deutsche Privatanleger erhalten einfacheren Zugang zu Krypto. ING Deutschland bietet Kunden nun die Möglichkeit, Krypto-Produkte zu kaufen, die den Kurs von Bitcoin, Ethereum und Solana abbilden, direkt über ihr bestehendes Wertpapierdepot.
Der Schritt senkt die Hürde für Millionen von Deutschen, die in digitale Vermögenswerte investieren möchten, ohne sich mit Wallets oder privaten Schlüsseln befassen zu müssen. Es handelt sich nicht um einzelne Coins, sondern um börsengehandelte Produkte, die eins zu eins durch echte Krypto gedeckt sind.
Krypto über ING ohne Wallets oder private Schlüssel
Der Schritt von ING Deutschland passt in einen breiteren Trend, bei dem traditionelle Banken verstärkt den Kryptomarkt betreten.
Newsbit berichtete zuvor, dass ING auch in den Niederlanden die Türen für Anleger öffnet, die über regulierte Produkte in Bitcoin, Ethereum, XRP und Solana investieren möchten. Damit erkennt die Bank Krypto zunehmend als vollwertige Anlageklasse innerhalb des bestehenden Finanzsystems an.
Die neuen Produkte sind Exchange-Traded Products (ETPs), die vollständig durch echte Krypto abgesichert sind. Sie werden von großen Namen wie VanEck, 21Shares und Bitwise herausgegeben.
Kunden können diese Produkte über das sogenannte Direkt-Depot der ING handeln, ein Wertpapierdepot, das bereits für Aktien, ETFs und Investmentfonds genutzt wird.
ING zufolge fungieren diese Krypto-Produkte als niedrigschwelliger Einstieg. Anleger müssen keine eigene Wallet erstellen oder private Schlüssel verwalten. Alles erfolgt innerhalb der vertrauten Bankumgebung, während die Kursbewegungen eng an die der zugrunde liegenden Coins wie Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH) und Solana (SOL) gekoppelt sind.
Wachsendes Vertrauen in Bitcoin und Krypto unter Deutschen
Der Zeitpunkt des Schritts ist bemerkenswert. Trotz erheblicher Schwankungen im Bitcoin-Kurs sehen immer mehr Privatanleger Krypto als langfristige Investition. Eine Untersuchung der Deutschen Bank zeigt, dass mittlerweile neun Prozent der deutschen Privatanleger Krypto besitzen.
Laut VanEck Europe-Chef Martijn Rozemuller reagiert ING damit geschickt auf die wachsende Nachfrage. In einer Erklärung betont er, dass viele Anleger nach einer Lösung suchen, die in bestehende Depotstrukturen passt, mit klaren Kosten und ohne technische Hürden. Genau das bietet diese Zusammenarbeit, indem Krypto nun an dem Ort verfügbar wird, an dem Anleger bereits aktiv sind.
Steuervorteil macht Krypto-ETPs besonders attraktiv
Ein wichtiges Detail ist die steuerliche Behandlung. In Deutschland gelten für diese Krypto-ETPs dieselben Steuerregeln wie für den direkten Besitz von Bitcoin. Das bedeutet, dass Anleger keine Kapitalertragssteuer zahlen, wenn sie ihre Position länger als ein Jahr halten.
Dieser Vorteil macht die Produkte besonders interessant für langfristige Anleger, die auf die Entwicklung des Bitcoin-Kurses oder das Wachstum großer Netzwerke wie Ethereum und Solana setzen wollen, ohne selbst Krypto verwalten zu müssen.
Mit diesem Schritt unterstreicht ING, dass Krypto sich zunehmend in Richtung des traditionellen Finanzsystems bewegt, wobei Banken eine größere Rolle bei der Verteilung digitaler Vermögenswerte übernehmen.
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