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Bitcoin (BTC) begann ursprünglich als eine digitale Währung, die unabhängig vom traditionellen Finanzsystem operieren sollte. Sie sollte eine verlässliche Alternative bieten, um sich von Banken und anderen großen Finanzinstitutionen loszulösen. Mittlerweile beobachten wir, dass immer mehr traditionelle Akteure Bitcoin und Kryptowährungen integrieren.
Die niederländische Bank ING ist die nächste in der Reihe, die ihren Kunden den Zugang zum Investieren in Bitcoin, Ethereum (ETH), Ripple (XRP) und Solana (SOL) ermöglicht.
In den Niederlanden ist ING nicht die einzige große Bank, die ihren Kunden Zugang zu Investitionen in Bitcoin und andere Kryptowährungen bietet. Auch Rabobank hat kürzlich den Kunden die Möglichkeit gegeben, in Kryptofonds zu investieren.
Seit Januar können Rabobank-Kunden in ein sogenanntes Bitcoin ETP (Exchange Traded Product) investieren, ein börsengehandeltes Finanzprodukt, das den Bitcoin-Kurs verfolgt. Damit investieren Kunden indirekt in Bitcoin.
Laut RaboResearch war dieser Schritt notwendig, um den modernen Bedürfnissen der Anleger gerecht zu werden. Eine Studie der Bank zeigt nämlich, dass 26 Prozent der niederländischen Anleger direkt Kryptowährungen oder Krypto-Tracker besitzen.
Auch ING kam zu einem ähnlichen Schluss. „ING beobachtet bei privaten Anlegern ein zunehmendes Interesse an Kryptowährungen. Mit Crypto ETNs bieten wir Kunden Zugang zu einer neuen Anlagekategorie auf eine Weise, die zu uns passt: mit klarer Kommunikation und über regulierte Börsen,“ so Emre Susam, Direktor für Anleger bei ING Niederlande.
Es ist bemerkenswert zu sehen, dass ING den Kryptomarkt jetzt als „neue Anlagekategorie“ anerkennt – Aussagen, die vor einigen Jahren von einer seriösen Bank kaum zu erwarten gewesen wären.
Weltweit drängen Banken zunehmend darauf, Krypto-Dienstleistungen anzubieten. Das ist bemerkenswert, da dies vor einigen Jahren noch undenkbar war. Banken wurden als Gegner innerhalb der Krypto-Community angesehen und umgekehrt galt das Gleiche.
Besonders in den Vereinigten Staaten schreitet die Adoption durch Banken rasant voran, insbesondere durch die Einführung von Bitcoin ETFs im Januar 2024.
In den frühen Tagen bis etwa 2022 blieben die meisten großen US-Banken gegenüber Bitcoin und anderen Kryptowährungen zurückhaltend, häufig aufgrund von Bedenken bezüglich Regulierung und Risiken. Die Bankenbranche änderte sich jedoch rasch, sobald klare Richtlinien etabliert wurden und der Kryptomarkt reifte.
Einer der ersten echten Schritte traditioneller Banken in Richtung Krypto-Dienstleistungen war das Aufkommen spezialisierter Akteure wie Anchorage Digital.
Diese Pioniere erhielten 2021 eine föderale Banklizenz speziell für digitale Vermögenswerte, wodurch sie als vollwertige Bank mit Krypto-Verwahrungs- und Infrastrukturdiensten für institutionelle Kunden agieren konnten.
Neben Nischenbanken haben auch traditionellere und größere Banken ihr Krypto-Angebot erweitert:
Bitcoin und andere Kryptowährungen finden somit zunehmend ihren Platz in der traditionellen Finanzwelt. Vielleicht nicht ganz so, wie Satoshi Nakamoto es sich vorgestellt hat, aber es fördert die Akzeptanz unter Anlegern.
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