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Die Debatte um die Begnadigung des Binance-Mitgründers Changpeng Zhao (CZ) beschäftigt die Vereinigten Staaten weiterhin. Während seine Anhänger den Fall als Korrektur dessen sehen, was sie als zu harte Gangart gegen den Krypto-Sektor bezeichnen, stellen Kritiker die Art und Weise infrage, wie der Gnadenerlass zustande kam.
In einem Gespräch im Pomp Podcast bezeichnete CZs Anwältin Teresa Goody Guillén die Kritik als „eine Ansammlung falscher Behauptungen“. Damit reagierte sie auf Vorwürfe, CZ habe sich über eine Spende an World Liberty, eine Organisation, die von einigen Medien mit Trump in Verbindung gebracht wird, Einfluss erkauft. Dafür gebe es keinerlei Belege, so Guillén.
CZ saß 2024 wegen unzureichender Maßnahmen gegen Geldwäsche bei Binance vier Monate im Gefängnis. Er trat als CEO zurück und übernahm Verantwortung für Defizite im Unternehmen. Als Trump ihn im Oktober begnadigte, erklärte er, der Fall, für den CZ verurteilt worden sei, sei „kein Verbrechen“.
Eine der schärfsten Kritikerinnen, die demokratische Senatorin Elizabeth Warren, sprach von „Korruption“. Ihrer Auffassung nach habe CZ eine von Trumps Krypto-Initiativen gepusht und für eine Begnadigung lobbyiert. CZ entgegnete, Warren habe „ihre Fakten nicht auf der Reihe“.
Guillén erklärte, Warren habe sogar juristisch unzutreffende Behauptungen aufgestellt. So habe die Senatorin behauptet, CZ sei für Taten verurteilt worden, für die er überhaupt nicht verurteilt wurde. Warren habe ihm sogar weitere strafrechtliche Folgen anzudichten versucht, so Guillén. „Die Immunität, die Politiker genießen, ist nicht das, was unsere Gründerväter im Sinn hatten“, sagte Guillén.
Im Podcast bezeichnete CZs Anwältin die Begnadigung als „Gerechtigkeit“. Ihrer Ansicht nach wurde CZ zum Opfer eines breiteren Feldzugs gegen Krypto. „Er ist der Einzige, der jemals wegen dieser spezifischen Art von Anklage verfolgt und sogar inhaftiert wurde – ohne Betrug, ohne Opfer und ohne Vorstrafen.“
Guillén verwies auf den Unterschied zu traditionellen Finanzinstituten, deren Führungskräfte bei ähnlichen Verstößen selten Haftstrafen erhalten. Analysten beobachten schon länger, dass Aufseher seit dem FTX-Crash härter gegen große Akteure der Branche vorgehen.
Damit bleibt die Frage, ob CZ eine notwendige Warnung war – oder vielmehr ein Sündenbock in einem politisch aufgeladenen Ringen um Krypto-Regulierung. Nach Ansicht von Guillén trifft Letzteres zu.
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