Der Kryptomarkt bleibt schwer von Cyberangriffen getroffen. In den ersten sechs Monaten von 2025 gingen bereits 2,47 Milliarden Dollar durch Hacks, Betrug und digitalen Diebstahl verloren. Das berichtet das Blockchain-Sicherheitsunternehmen CertiK in einem neuen Bericht.
Hacker nutzen die kleinsten Schwachstellen in Systemen und müssen nur einen Fehler finden, um enormen Schaden anzurichten. Laut Experten ist der Kampf zwischen der Krypto-Industrie und Cyberkriminellen daher ungleich.
Bybit-Hack größter je in der Kryptobranche
Der größte Vorfall dieses Jahres fand am 21. Februar statt, als die Kryptobörse Bybit von einem Angriff betroffen war, bei dem 1,4 Milliarden Dollar gestohlen wurden. Es handelt sich um den größten Hack in der Geschichte der Branche.
Trotz dieses Rekordverlusts sank die Zahl der Angriffe im zweiten Quartal. Es wurden 800 Millionen Dollar bei 144 Vorfällen erbeutet, ein Rückgang von 52 Prozent im Vergleich zu den ersten drei Monaten von 2025. Dennoch liegt der Gesamtverlust bereits höher als die 2,4 Milliarden Dollar, die im gesamten Jahr 2024 gestohlen wurden.
Menschliches Verhalten bleibt schwaches Glied
Laut Ronghui Gu, Professor an der Columbia University und Mitbegründer von CertiK, werden Hacker immer schlauer und konzentrieren sich häufiger auf menschliche Fehler. „Solange es Schwachstellen gibt, werden Angreifer sie finden,“ sagt er. „Selbst wenn die Systeme sicherer werden, bleiben Menschen hinter den Schaltern ein Ziel.“
Phishing-Angriffe spielen dabei eine große Rolle. Am 6. August verlor ein Investor 3 Millionen Dollar nach der Unterzeichnung einer betrügerischen Transaktion. Drei Tage zuvor verlor ein anderes Opfer über 900.000 Dollar, mehr als ein Jahr, nachdem es unwissentlich eine schädliche Berechtigung genehmigt hatte.
Zukünftige Risiken für die Krypto-Industrie
CertiK warnt, dass fast die Hälfte aller Sicherheitsvorfälle mit operationellen Risiken zu tun hat, wie dem falschen Umgang mit privaten Schlüsseln. Dies sind Codes, die Zugang zu digitalen Wallets gewähren.
Es wird erwartet, dass Cyberkriminelle auch im Jahr 2026 Milliarden erbeuten werden. Während die Technologie immer besser gesichert wird, verlagert sich der Kampf auf das menschliche Verhalten, das laut Experten die größte Schwachstelle bleibt.
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