Altcoins, insbesondere Ethereum, sind kürzlich stark gestiegen. Die aktuellen Bedingungen am Kryptomarkt deuten darauf hin, dass es bald zu einer Verlagerung der Aufmerksamkeit von Bitcoin hin zu kleineren Coins kommen könnte, so die Analysten von Coinbase.
Altseason kurzfristig
In der Kryptowelt spricht man von einer Altseason, wenn kleinere Coins über einen längeren Zeitraum bessere Renditen erzielen als Bitcoin. Laut Coinbase ist es gut möglich, dass der Markt auf eine solche Phase zusteuert.
„Wir glauben, dass die aktuellen Marktbedingungen auf eine potenzielle Verschiebung hin zu einer vollständigen Altseason hindeuten, während wir uns dem Monat September nähern,“ so David Duong im Namen der Forschungsabteilung von Coinbase.
Laut Coinbase liegt eine Altseason vor, wenn mindestens 75 Prozent der Top-50-Altcoins in den vorangegangenen 90 Tagen besser abschneiden als Bitcoin.
Weiter führt Duong aus, dass „signifikante Mengen“ Kapital von Privatanlegern an der Seitenlinie in Geldmarktfonds geparkt sind. Auch könnte die US-Notenbank mittelfristig für zusätzliche Beteiligung von Privatanlegern sorgen.
Dominanz von Bitcoin nimmt ab
Ein weiterer Faktor, der die Entstehung einer Altseason beeinflusst, ist der Rückgang der Dominanz von Bitcoin. Das ist der Anteil von Bitcoin an der gesamten Marktkapitalisierung des Kryptomarktes. Wenn dieser Anteil sinkt, ist das meist ein Signal dafür, dass Altcoins besser performen.
Im Mai 2025 lag dieser Wert noch bei 65 Prozent. Inzwischen ist er jedoch auf etwa 59 Prozent gefallen, was auf die frühe Phase einer Kapitalrotation hin zu Altcoins hindeutet.
Immer mehr Analysten weisen darauf hin, dass die Dominanz von Bitcoin Schwäche zeigt. Letztlich ist es jedoch auch wichtig, über solche Charts hinauszublicken und die tatsächliche Adoption der Alternativen heranzuziehen und mit der von Bitcoin zu vergleichen.
Bitcoin setzt sich weltweit als eine Art Konkurrent von Gold durch, während Ethereum und praktisch jeder andere Altcoin noch immer auf der Suche nach einer Anwendung sind. Ethereum schneidet derzeit ebenfalls gut ab, weil viele börsennotierte Unternehmen eine strategische Reserve aufbauen.
Die große Frage ist natürlich, ob es sich dabei um einen nachhaltigen Trend handelt.
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