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China plant härteres Vorgehen gegen Geldwäsche mit Kryptowährungen. Die chinesische Zentralbank hat angekündigt, die Überwachung von Transaktionen mit Bitcoin (BTC), Stablecoins und anderen digitalen Vermögenswerten weiter auszubauen. Auch möchte Peking die Zusammenarbeit mit ausländischen Aufsichtsbehörden verstärken, um grenzüberschreitende Finanzkriminalität effizienter zu bekämpfen.
Die Maßnahmen sind Teil der Vorbereitungen auf die nächste Fünfjahresplanperiode der chinesischen Regierung. Laut der People’s Bank of China (PBoC) stellen Kryptowährungen, internationale Geldflüsse und organisierte Kriminalität eine wachsende Herausforderung für die Aufsichtsbehörden dar.
In einem neuen Politikbericht erklärt die Zentralbank, dass der Kampf gegen Geldwäsche in den kommenden Jahren intensiviert wird. Kryptowährungen erhalten dabei neben Telekommunikationsbetrug, Online-Glücksspiel, Drogenhandel und anderen Formen organisierter Kriminalität eine zentrale Rolle.
Laut PBoC nutzen Kriminelle zunehmend digitale Technologien, um Geldflüsse zu verschleiern. Insbesondere Kryptowährungen seien aufgrund ihres grenzüberschreitenden Charakters und der Geschwindigkeit der Transaktionen attraktiv.
Die Bekämpfung der Geldwäsche über digitale Vermögenswerte wird somit eine der Hauptprioritäten der zukünftigen Finanzsicherheitspolitik Chinas.
Seit 2022 führt China eine landesweite Kampagne gegen Geldwäsche durch. Dabei arbeiten die Zentralbank, Polizei und andere Behörden eng zusammen.
Ein wichtiger Bestandteil dieser Strategie ist, dass die Behörden nicht nur die ursprüngliche Straftat untersuchen, sondern aktiv nach den Finanznetzwerken suchen, die zur Geldwäsche illegaler Erträge genutzt werden.
Dem Bericht zufolge hat diese Strategie zu einem starken Anstieg der Anzahl von Strafverfahren geführt. Im Jahr 2025 fällten chinesische Gerichte mehr als 2.000 Urteile auf Grundlage der nationalen Anti-Geldwäsche-Gesetzgebung.
Die chinesischen Behörden warnen, dass neue Zahlungsmethoden und digitale Technologien die Verfolgung illegaler Geldströme immer schwieriger machen.
Insbesondere grenzüberschreitende Konstruktionen stellten laut dem Bericht ein wachsendes Problem dar. Kriminelle Organisationen nutzen Unterschiede in nationalen Gesetzgebungen und setzen unter anderem Kryptowährungen, Zwischenhändler und illegale Finanzdienstleistungen ein, um Transaktionen zu verschleiern.
Dadurch wird es schwieriger, Geldströme zu verfolgen und kriminelles Vermögen zurückzuholen.
China hat inzwischen ein neues Anti-Geldwäsche-Gesetz eingeführt, das seit diesem Jahr in Kraft ist. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf neuen Technologien und aufstrebenden Finanzsektoren.
Anfang des Jahres gaben die People’s Bank of China und die China Securities Regulatory Commission zudem bekannt, dass auch Offshore-Stablecoins, die an den chinesischen Yuan gekoppelt sind, sowie tokenisierte Finanzanlagen unter strengere Regulierung fallen.
Gleichzeitig bekräftigten die Behörden ihre harte Haltung gegenüber Kryptowährungen. Bitcoin, Ethereum (ETH) und Stablecoins wie Tether (USDT) werden in China nach wie vor nicht als gesetzliche Zahlungsmittel anerkannt.
Auch der Kryptohandel, Token-Ausgaben und verschiedene kryptobezogene Finanzdienstleistungen bleiben laut aktueller Regulierung verboten.
Trotz des strengen Vorgehens beobachtet Peking die Entwicklungen rund um Stablecoins und digitale Zahlungsoptionen aufmerksam.
Auf dem Lujiazui Forum im Juni erklärte Wang Xin, Direktor des Forschungsbüros der People’s Bank of China, dass Stablecoins mittelfristig eine größere Rolle bei internationalen Zahlungen spielen könnten.
Ihm zufolge wird dadurch die internationale Zusammenarbeit im Bereich Regulierung und Aufsicht immer wichtiger.
Mit den neuen Maßnahmen verdeutlicht China, dass es an seiner strengen Krypto-Politik festhält. Gleichzeitig scheint das Land die technologischen Entwicklungen rund um Stablecoins und digitale Finanzinfrastrukturen genau im Auge zu behalten.
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