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Chainlink (LINK) hat sich die Unterstützung von 47 Banken gesichert. Gemeinsam mit Finanzriesen aus Südkorea und Europa will das Unternehmen internationale Zahlungen beschleunigen, mit Stablecoins als Antrieb.

Banken schmieden Allianz

Die Koalition trägt den Namen „Projekt Pangea” und will den globalen Währungsmarkt revolutionieren. Neben Chainlink sind Qivalis, ein von 37 europäischen Banken unterstütztes Euro-Stablecoin-Konsortium, sowie UniKA, ein koreanischer Bankenverbund mit über zehn Banken, beteiligt.

Chainlink ist als Schnittstelle bekannt, die Daten in Blockchains integriert, kann jedoch mehr. Mit CCIP ermöglicht das Netzwerk die Kommunikation zwischen verschiedenen Blockchains und den Austausch von Token. Genau das macht Projekt Pangea möglich: Die Anbindung klassischer Bankinfrastrukturen an diese Brücke zwischen Blockchains.

Das Ziel besteht darin, die Abwicklung des Währungshandels zu beschleunigen. Derzeit dauert dies noch zwei Arbeitstage (T+2), mit regulierten Stablecoins auf den Euro und den südkoreanischen Won soll dies jedoch nahezu in Echtzeit (T+0) möglich werden.

Hierbei wird Atomic Settlement angestrebt. Beide Seiten eines Geschäfts werden gleichzeitig abgewickelt oder gar nicht. So verschwindet das Risiko, dass eine Partei mit offenen Forderungen dasteht.

Handelsroute von 150 Milliarden Dollar

Die Allianz fokussiert sich auf den Handelsweg zwischen Europa und Südkorea. Auf dieser Route werden jährlich mehr als 150 Milliarden Dollar an Waren und Dienstleistungen umgesetzt. Sie ist eine der 15 größten Handelsrouten weltweit.

Die Wahl für Asien ist kein Zufall. Laut Zahlen erfolgen 60 Prozent aller Stablecoin-Zahlungen weltweit in dieser Region. „Das zeigt deutlich, wo die echte Nachfrage liegt”, so Niki Ariyasinghe von Chainlink.

Das Beste daran ist, dass Banken ihre Systeme nicht ersetzen müssen. Sie senden Anweisungen über Swift, das Kommunikationsnetzwerk, das sie seit den 1970er Jahren nutzen. Chainlink übersetzt diese dann in direkte Swaps auf einem separaten Netzwerk namens Pangea L1.

Kein Konkurrent für Ripple

Ariyasinghe betont, dass es sich nicht um eine Spielerei handelt. „Das ist nicht nur ein Proof of Concept. Unser Ziel ist es, innerhalb der nächsten zwölf Monate Live-Transaktionen in einem gesetzlich konformen Rahmen durchzuführen.“

Manche sehen das Projekt als Angriff auf das XRP-Unternehmen Ripple, das seit Jahren auf grenzüberschreitende Zahlungen für Institutionen setzt. Chainlink sieht das anders. „Ich würde es nicht unbedingt als Konkurrenten bezeichnen“, sagt Ariyasinghe. „Wir sind vor allem ein Technologielieferant.“

Das übergeordnete Ziel besteht darin, gebundenes Kapital freizusetzen und Unternehmen einen schnelleren Zugang zu ihrem Geld zu ermöglichen. Eine schnellere Abwicklung soll die Liquiditätskosten senken und das Risiko verringern.

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