Chainlink hat einen großen Schritt in Richtung Unternehmenswelt gemacht. Das Kryptoprojekt, das Blockchains mit vertrauenswürdigen Daten aus der Außenwelt versorgt, ist seit gestern auf dem AWS Marketplace von Amazon verfügbar.
Damit können Millionen Entwickler und Hunderttausende Unternehmen die Technologie direkt aus dem digitalen Regal des größten Cloud-Anbieters der Welt nutzen. Es ist bereits die nächste beeindruckende Kooperation von Chainlink.
Drei Dienste betreten Amazon
Die Integration bringt drei Kernprodukte auf die Plattform: Chainlink Data Feeds, Data Streams und Proof of Reserve. Dabei handelt es sich um sogenannte Oracles, eine Art digitale Brücke, die Smart Contracts auf einer Blockchain mit Daten aus der realen Welt versorgt.
Data Feeds liefern Preis- und Marktdaten für die Bewertung, Abrechnung und Risikosteuerung. Data Streams sind für Anwendungen gedacht, die blitzschnell auf Kursbewegungen reagieren müssen, wie Perpetual Futures und Realtime-Handelsplattformen.
Proof of Reserve ermöglicht es Institutionen auf der Blockchain, nachzuweisen, dass ein Stablecoin oder tokenisiertes Asset tatsächlich gedeckt ist. So wird verhindert, dass Herausgeber heimlich mehr ausgeben, als sie tatsächlich besitzen.
Chainlink punktet bei den Schwergewichten der Finanzwelt. Das Netzwerk wird bereits von Branchengrößen wie Swift, DTCC, Euroclear, J.P. Morgan, Mastercard, UBS, Fidelity International und sogar dem US-Handelsministerium genutzt. Sie alle setzen Chainlink als Brücke zwischen ihren eigenen Systemen und der Blockchain ein.
Seit dem Start im Jahr 2019 haben die Oracle-Netzwerke von Chainlink Transaktionswerte von 29 Billionen Dollar auf mehr als 80 öffentlichen und privaten Blockchains gesichert.
Cloud und Blockchain reichen sich die Hand
Für Entwickler verschwindet ein hartnäckiges Hindernis. Blockchains können von sich aus keine externen Daten abrufen, das sogenannte Oracle-Problem. Chainlink löst dieses, indem AWS-Ressourcen sicher mit Smart Contracts auf Blockchain-Netzwerken verbunden werden.
Amazon Web Services hält etwa 31 Prozent des weltweiten Marktes für Cloud-Infrastrukturen und bedient Millionen von Geschäftskunden. AWS bietet dazu fertige Baupläne an, etwa für die Überwachung von Reserven und den Handel auf Prognosemärkten.
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