Die US-Börsen starteten heute mit deutlichen Kursverlusten an der Wall Street. Vom positiven Marktgefühl der letzten Tage und Wochen ist derzeit kaum noch etwas zu spüren. Der S&P 500 verbucht aktuell ein Minus von 0,86 Prozent und die Nasdaq muss 1,18 Prozent abgeben.

Ein Grund für den Rückgang scheint der Anstieg der Renditen für US-Staatsanleihen zu sein, bedingt durch die erhebliche Zunahme der Inflation seit dem Ausbruch des Iran-Kriegs.
Höhere Zinsen belasten den US-Aktienmarkt
Es ist oft schwierig, einen eindeutigen Grund für Kursverluste (oder Anstiege) an den Märkten zu identifizieren. Der Anstieg der Anleiherenditen spielt derzeit eine entscheidende Rolle, doch darf man nicht vergessen, dass die Kurse zuletzt immens gestiegen sind.
Nach solchen Anstiegen reagieren Investoren häufig sensibler auf Gegenwind und neigen dazu, Risiken zu reduzieren. Das dürfte auch jetzt bei einigen Anlegern eine Rolle spielen.
Da die Zinsen steigen und die Medien darüber berichten, könnte dies Investoren dazu veranlassen, einen Teil ihrer Aktien zu verkaufen.
Ist das das Ende der KI-Rally?
Es wäre voreilig, sofort das Ende der KI-Rally auszurufen. Natürlich besteht immer die Möglichkeit, aber vorerst handelt es sich um eine normale Korrektur nach einem beeindruckenden Anstieg.
Trotzdem gibt es einige Probleme, die gelöst werden müssen. Das Hauptproblem ist offensichtlich der Iran-Krieg, der weiterhin wie eine dunkle Wolke über der Weltwirtschaft schwebt.
Das Internationale Energieagentur schrieb beispielsweise in einem Bericht diesen Monat, dass der Iran-Krieg bis zum Sommer gelöst sein muss. Gelingt dies nicht, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Ölreserven aufgebraucht werden und die Preise stark ansteigen.
Theoretisch könnte dies die Weltwirtschaft ins Wanken bringen. Derzeit scheint der Markt nicht daran zu glauben, da die Ölpreise noch relativ stabil sind, aber die Möglichkeit solcher Szenarien besteht durchaus.
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