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In den USA haben Anleger auf dem Aktienmarkt eine Vielzahl von Bitcoin (BTC) ETFs zur Auswahl. BlackRock und Fidelity ziehen allerdings fast das gesamte Kapital an. Die zehn anderen Fonds müssen tatenlos zusehen, wie die beiden den Markt dominieren.

10 Bitcoin-ETFs nach langem Kampf

Der Ansturm begann am 10. Januar 2024. An diesem Tag gab die Securities and Exchange Commission (SEC), die US-Börsenaufsicht, endlich grünes Licht und genehmigte auf einen Schlag zehn Bitcoin-Fonds.

Zuvor waren mehr als zehn Jahre voller Ablehnungen vergangen. Erst nachdem der Krypto-Vermögensverwalter Grayscale einen Rechtsstreit gegen die Aufsichtsbehörde gewonnen hatte, war der Weg frei.

Danach wuchs das Angebot weiter. Der jüngste bekannte Name ist Morgan Stanley, das am 8. April seinen eigenen Fonds (Ticker: MSBT) einführte. Auch das Medienunternehmen des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump wollte in den Markt einsteigen, zog sich später aber zurück.

Der Morgan Stanley Bitcoin Trust ist der erste Bitcoin-Fonds einer US-Bank. Mit einer Gebühr von 0,14 Prozent ist er gleichzeitig der günstigste auf dem Markt, weit unter den 0,25 Prozent von sowohl IBIT als auch FBTC.

Es wurde die erfolgreichste ETF-Einführung der Bank überhaupt, und Bloomberg-Analyst Eric Balchunas nannte es eine der größten Bitcoin-ETF-Einführungen bisher.

Doch die Ergebnisse verblassen völlig im Vergleich zu dem, was die beiden Schwergewichte bereits erzielt haben. Vor allem das BlackRock-Fonds hat einen überwältigenden Eindruck hinterlassen und mehrere Rekorde gebrochen.

Zwei Fonds ziehen alles an

Fast das gesamte angelegte Geld fließt in BlackRocks iShares Bitcoin Trust und Fidelitys Wise Origin Bitcoin Fund. Zusammen haben sie bereits 72,5 Milliarden Dollar eingesammelt, während der gesamte Nettomittelzufluss aller zwölf Fonds bei 53,6 Milliarden Dollar liegt. Grayscales GBTC-Fonds verzeichnet seit der Umwandlung von einem geschlossenen Trust in einen Spot-ETF einen Rückgang von 26,8 Milliarden Dollar.

An den starken Tagen dieses Jahres wird der Machtunterschied sofort deutlich. Am 14. Januar flossen beispielsweise 840,6 Millionen Dollar in die amerikanischen Bitcoin-Fonds. Davon gingen 648,4 Millionen an IBIT und weitere 125,4 Millionen an FBTC, zusammen über 90 Prozent.

Die kleineren Fonds bleiben stets zurück. Fonds von VanEck, Valkyrie und WisdomTree müssen sich schon über ein paar Millionen Dollar pro Tag freuen.

Die Ankunft von Morgan Stanley macht diese Dominanz schmerzhaft sichtbar. Der Fonds ist der günstigste, stammt von einer großen Bank und hat Tausende von Beratern hinter sich. Dennoch änderte sich kaum etwas an der Kapitalverteilung. Das beste Ergebnis dieses Fonds liegt bei 30,6 Milliarden Dollar, was im Vergleich zu den Spitzenleistungen von BlackRock und Fidelity nichts ist.

Dass das Kapital trotzdem bei diesen beiden bleibt, hat einen klaren Grund. Große Käufer wie Pensionsfonds und Vermögensverwalter achten auf mehr als nur die Verwaltungskosten.

Sie suchen nach einem Fonds, der groß und liquide ist, also leicht zu handeln, ohne den Preis in die Höhe zu treiben. Auch ein vertrauter Name spielt eine große Rolle.

BlackRock und Fidelity bieten genau das. IBIT ist zudem bei weitem der meistgehandelte Bitcoin-Fonds, und dieser Vorsprung zieht immer mehr Investoren an. So wächst der Abstand zum Rest automatisch.

Schweres Jahr, Geld fließt ab

Die Konsolidierung fällt in ein schwieriges Jahr. Der Bitcoin Kurs liegt über 29 Prozent im Minus und erreichte letzten Freitag mit 59.000 Dollar den tiefsten Stand seit Oktober 2024.

Das setzt die Fonds massiv unter Druck.

Im Jahr 2024 flossen noch etwa 35 Milliarden Dollar in die US-Bitcoin-ETFs, ein Rekord. Ein Jahr später war dieser Betrag auf 21 Milliarden halbiert.

In diesem Jahr steht der Zähler bereits im Mai auf über 3 Milliarden Dollar. Der Mai war mit 2,43 Milliarden Dollar Abfluss der schlechteste Monat seit der Einführung. Logischerweise haben die Fonds von BlackRock und Fidelity das meiste Geld verloren. Hier finden Sie die neuesten Ergebnisse der Bitcoin-Fonds.

Derzeit haben die Fonds rund 80 Milliarden Dollar in Bitcoin verwaltet. BlackRock hält über 46 Milliarden Dollar und Fidelity etwa 13 Milliarden Dollar.

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