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Die weltweiten Investitionen in künstliche Intelligenz wachsen weiterhin rasant und verleihen der Wirtschaft vorerst zusätzlichen Schwung. Gleichzeitig wächst die Sorge, wie diese milliardenschweren Investitionen finanziert werden sollen. Laut der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) könnte eine Stimmungswende am Markt weitreichende Folgen für das Finanzsystem haben.
Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIS) warnt in ihrem jährlichen Wirtschaftsbericht, dass die derzeitige KI-Investitionswelle einen breiten Finanzschock auslösen könnte, sollte das Vertrauen der Anleger nachlassen.
Die fünf größten Hyperscaler investieren dem Bericht zufolge 2025 und 2026 zusammen mehr als eine Billion US-Dollar in KI-bezogene Infrastruktur. Dabei steigen die Investitionen deutlich schneller als die Gewinnentwicklung dieser Unternehmen.
Laut der BIZ sind die Bewertungen vieler KI-Unternehmen inzwischen stark gestiegen. „Aktienbewertungen sind hoch, insbesondere bei Unternehmen, die im Zentrum der KI-Entwicklung stehen. Es wird zunehmend schwieriger, diese hohen Wachstumserwartungen zu erfüllen.“
Das jüngste Börsendebüt von SpaceX sowie die geplanten Börsengänge von Anthropic und OpenAI haben den Optimismus zusätzlich befeuert. Nach Einschätzung der BIS weist die aktuelle KI-Investitionswelle Parallelen zur Internetblase Ende der 1990er-Jahre auf.
Die Sorgen der BIS passen zu den aktuellen Entwicklungen an den Börsen. Zwar haben viele KI-Aktien in den vergangenen Tagen deutlich an Wert verloren, der breitere US-Aktienmarkt zeigt sich jedoch vergleichsweise robust, weil Anleger aus Technologiewerten in defensivere Sektoren umschichten.
Laut BIZ entwickelte sich die Weltwirtschaft 2025 besser als erwartet, unter anderem dank der starken KI-Investitionen. Im Jahr 2026 nehmen die Risiken jedoch zu: Hartnäckige Inflation, steigende Schulden und Schwachstellen an den Finanzmärkten sind die Gründe.
Die Institution warnt, dass eine Kombination aus höherer Inflation und einem abkühlenden KI-Markt erhebliche wirtschaftliche Folgen haben könnte. Sollten die Zentralbanken die Zinsen weiter anheben, um die Inflation zu bremsen, könnten KI-Aktien stark unter Druck geraten.
„Eine Trendwende beim Optimismus rund um KI könnte angesichts der steigenden Schulden von KI-Unternehmen und ihrer wachsenden Rolle an den Kreditmärkten erhebliche finanzielle Folgen haben”, schreibt die BIZ.
Laut BIZ kommt ein weiteres Risiko hinzu: Durch die stark steigende Nachfrage nach KI-Rechenzentren steigen die Preise für Speicherchips und andere Halbleiter rasch. Dadurch könnte die Inflation weiter zulegen.
Analysten von Morgan Stanley zufolge werden Smartphones, Laptops und andere elektronische Geräte dadurch teurer. Auch BlackRock warnte bereits, dass steigende Chippreise die weltweite Inflation zusätzlich anheizen könnten.
Apple hat die höheren Kosten inzwischen teilweise an die Verbraucher weitergegeben. Das Unternehmen erhöhte vergangene Woche die Preise mehrerer Produkte, darunter iPads und Macs. Die Preisaufschläge reichen bis knapp 33 Prozent.
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