Bitcoin (BTC) und der Rest des Kryptomarkts sind in den letzten Monaten stark im Wert gesunken. Es ist klar, dass wir uns in einem Bärenmarkt befinden, ähnlich wie 2022 und 2018. Es mag sich wie das Ende der Welt anfühlen, aber laut Matt Hougan vom Krypto-Vermögensverwalter Bitwise ist die Lage nicht ganz so dramatisch.
Bitwise CIO zeigt sich optimistisch
„Wer behauptet, dieser Krypto-Winter sei schlimmer als 2018 oder 2022, hat offenbar vergessen, wie es damals war“, schrieb Hougan auf einem sozialen Netzwerk.
2018 lag der Bitcoin-Kurs bei rund 3.000 Dollar, und Ethereum war vor allem ein Versprechen. Oft als „Weltcomputer“ bezeichnet, liefen damals kaum echte Anwendungen auf Ethereum.
2022 erlebte der Markt einen völligen Zusammenbruch. Bekannte Namen brachen weg, wobei die Kryptobörse FTX den absoluten Tiefpunkt markierte. Gleichzeitig agierten die Aufsichtsbehörden, insbesondere in den USA, äußerst aggressiv.
Ein wesentlicher Unterschied zu heute:
„Heute sehen wir Stablecoins, die sich der 3-Billionen-Dollar-Marke nähern, Tokenisierung, die Richtung 200 Billionen Dollar geht, ein positives regulatorisches Umfeld, bessere Tokenomics, BlackRock und Apollo, die auf DeFi setzen, eine stark ausgebaute Infrastruktur, ETFs und wachsende Bedenken hinsichtlich Fiat-Währungen.“
„Ja, ich bin optimistisch. Das bedeutet nicht, dass es eine sorgenfreie Reise wird, aber ich freue mich auf das, was kommt“, so der CEO.
Bitcoin-Kurs fällt stärker als 2022
Bemerkenswert ist, dass der Bitcoin-Kurs in diesem Bärenmarkt schneller abgerutscht ist als 2022.
Derzeit liegt Bitcoin etwa 46 Prozent unter dem Hoch von vor viereinhalb Monaten. 2022 war der Kurs nach einer vergleichbaren Dauer etwa 38 Prozent gefallen. 2018 belief sich der Rückgang sogar auf 53 Prozent unter das damalige Hoch.
Zu Beginn dieses Monats fiel Bitcoin auf 60.000 Dollar, der niedrigste Stand seit Oktober 2024. Damit lag der Kurs nur knapp über dem 200-Wochen-Durchschnitt.
Sowohl 2015 als auch 2018 fungierte diese Linie letztlich als Boden des Bärenmarkts. In beiden Fällen geschah dies jedoch erst nach etwa einem Jahr des Rückgangs. Auch 2022 dauerte es etwa ein Jahr, bis der echte Boden erreicht wurde, wobei Bitcoin damals noch um Dutzende Prozente unter das 200-Wochen-Durchschnitt fiel.
Die große Frage ist nun, ob sich die Geschichte wiederholt oder ob uns eine kürzere Durststrecke bevorsteht. Hougan sagte Anfang dieses Monats, dass der Krypto-Winter schon bald vorbei sein könnte. Er meint, der Bärenmarkt habe nicht im Oktober begonnen, sondern bereits im Januar 2025 eingesetzt.
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