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Das Krypto-Infrastrukturunternehmen BitGo hat etwa 15 Prozent seiner Belegschaft entlassen. Laut Mitbegründer und CEO Mike Belshe soll die Umstrukturierung das Unternehmen für die Zukunft besser positionieren. BitGo will sich in den kommenden Jahren vor allem auf künstliche Intelligenz (KI), Stablecoins und die Weiterentwicklung digitaler Finanzdienstleistungen konzentrieren.
Die Entlassungswelle erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Kryptobranche weltweit unter Druck steht. Seit Anfang 2026 sind bereits Tausende von Arbeitsplätzen bei Krypto-Unternehmen weggefallen, die zunehmend auf Kosteneinsparungen und Automatisierung mithilfe von KI setzen.
CEO Mike Belshe machte die Neuaufstellung über einen Beitrag auf X öffentlich. Das Umfeld für digitale Finanzdienstleistungen habe sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Deshalb wolle BitGo Personal und Kapital auf jene Bereiche konzentrieren, in denen das Unternehmen die größten Wachstumschancen sieht.
Im Fokus stehen dabei Sicherheit, Handelsdienste, Stablecoins, die Abwicklung digitaler Transaktionen und KI-gestützte Infrastruktur.
Stablecoins sind Coins, deren Wert an eine klassische Währung wie den US-Dollar gekoppelt ist. Dadurch sind sie weniger anfällig für starke Kursschwankungen als viele andere Kryptowährungen.
BitGo hat nicht mitgeteilt, wie viele Mitarbeiter genau entlassen werden. Aus dem Geschäftsbericht für 2025 geht hervor, dass das Unternehmen Ende vergangenen Jahres 603 Vollzeitbeschäftigte hatte. Auf dieser Basis wären etwa 90 Mitarbeiter von dem Stellenabbau betroffen.
Belshe zufolge handelt es sich um eine einmalige Maßnahme; weitere Entlassungsrunden erwartet das Unternehmen nicht. Zugleich stellt BitGo weiter ein. Auf der Karriereseite sind derzeit noch 51 offene Stellen in verschiedenen Regionen ausgeschrieben.
Die Neuaufstellung bei BitGo ist kein Einzelfall. Seit Anfang 2026 wurden in der Kryptobranche mehr als 5.000 Stellen gestrichen. Unternehmen verweisen dabei auf den zunehmenden Einsatz von KI, durch den Arbeitsprozesse effizienter werden. Auch das schwächere Marktumfeld in der Kryptobranche spielt eine wichtige Rolle.
Block Inc. setzte in diesem Jahr mit rund 4.000 Stellen den größten Abbau um; das entsprach fast der Hälfte der Belegschaft. Auch Robinhood, Kraken, Dune, Coinbase, Gemini und Crypto.com haben in den vergangenen Monaten Hunderte Stellen gestrichen.
Auch an der Börse hat BitGo ein schwieriges Jahr. Die Aktie schloss am Donnerstag 4,67 Prozent tiefer bei 4,80 Dollar. Seit dem Börsengang am 22. Januar, bei dem die Aktie zu 18 Dollar an den Markt kam, ist der Kurs um fast 73 Prozent gefallen.
Nicht nur die Kryptobranche steht vor Umstrukturierungen. Daten von Layoffs.fyi zufolge sind 2026 bei mehr als 200 Technologieunternehmen in den Vereinigten Staaten bereits über 121.500 Stellen weggefallen. Der Druck auf den breiteren Technologiesektor bleibt damit hoch.
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