Der Bitcoin-Kurs ist gestern weiter gesunken und hat dabei eine wichtige Unterstützungszone durchbrochen. Damit zeichnet sich auf dem Chart erneut ein bekanntes Muster ab.
Beim letzten Mal führte dies zu einem deutlichen Rückgang von über 30 Prozent. Newsbit-Analyst Erik Juffermans erläutert die Situation.
Bitcoin verliert aufsteigendes Kanal
In den vergangenen Monaten bewegte sich BTC innerhalb eines klaren Aufwärtstrendkanals. Gestern verlor der Kurs jedoch die Unterstützung am unteren Ende dieses Musters. Darauf warnte Juffermans bereits in seiner letzten Bitcoin-Analyse.

In einem optimistischen Szenario handelt es sich um einen sogenannten Fake-Ausbruch, auch als Bärenfalle bekannt. Dabei fällt der Kurs kurzzeitig unter die Unterstützung, um anschließend kräftig zu erholen und Investoren zu überraschen.
Für die Bullen ist es entscheidend, dass dieses Szenario eintritt. Die Zone um 66.000 Dollar muss dafür halten.
Bärisches Szenario: Wiederholung eines 30%-Rückgangs
Juffermans betont, dass ein bärisches Szenario ernsthaft in Betracht gezogen werden muss. Auf dem Chart zeigt sich, dass der Kurs stark der Bewegung von Januar ähnelt. Auch damals brach BTC nach einer Konsolidierungsphase durch die aufsteigende Unterstützung.
Es folgte ein scharfer Rückgang von über 30 Prozent, von 90.000 auf 60.000 Dollar. Sollte sich ein ähnliches Muster erneut bilden, könnte der Bitcoin-Kurs diesmal auf deutlich unter die 50.000-Dollar-Marke fallen.
Sechs Monate in Folge im Minus sind beispiellos
Der Bitcoin-Kurs fällt mittlerweile seit sechs Monaten in Folge, etwas, das in den vergangenen Jahren nicht vorgekommen ist. Laut Juffermans erhöht dies die Wahrscheinlichkeit einer Erholung.
Er hält es für unwahrscheinlich, dass diese Serie noch monatelang anhält. Gleichzeitig warnt er, dass kurzfristig ein weiterer Rückgang weiterhin möglich ist.
Zwei Unterstützungszonen im Blick behalten
Auf dem Monatschart sieht Juffermans zwei wichtige Unterstützungszonen entstehen.
Die erste liegt bei rund 60.000 Dollar. Dieses Niveau diente während der Bullenphase 2021 als monatlicher Widerstand. Der Höchststand von 69.000 Dollar war damals lediglich ein Ausreißer, während die Schlusskurse stets um 60.000 Dollar pendelten. Im April 2024 kehrte dieses Niveau jedoch als Unterstützung zurück, woraufhin der Bitcoin-Kurs über 100.000 Dollar stieg.
Die zweite wichtige Zone liegt unter 50.000 Dollar. Dieses Niveau diente 2021 und 2022 als starke Widerstandslinie und reagierte auch im August 2024 deutlich.

Laut Juffermans wird die Zone um 60.000 Dollar langfristig starke Unterstützung bieten und nicht leicht zu durchbrechen sein. Gleichzeitig warnt er, dass Ausreißer auf dem Monatschart immer möglich bleiben, was einen temporären Rückgang Richtung 50.000 Dollar nicht ausschließt.
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