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Der Aufstieg von Quantencomputern wirft neue Fragen zur Sicherheit von Bitcoin (BTC) auf. Forscher warnen, dass die Technologie in Zukunft die Kryptografie knacken könnte. Doch Analysten sehen das eigentliche Problem woanders. Nicht die Technik, sondern die Uneinigkeit innerhalb der Bitcoin-Community stellt die größte Herausforderung dar.
Auslöser ist eine aktuelle Studie von Google, die zeigt, dass ein Quantencomputer möglicherweise mit weniger Ressourcen als gedacht die Bitcoin-Sicherheit knacken kann. Dies führte zu Unruhe in der Kryptoindustrie.
Grayscale-Forscher Zach Pandl sieht das jedoch anders. Seiner Meinung nach ist Bitcoin im Vergleich zu anderen Kryptowährungen relativ gut geschützt. „Bitcoin hat ein geringeres Risiko als andere Kryptowährungen“, erklärt er. Das liegt unter anderem am UTXO-Modell und dem Verzicht auf komplexe Smart Contracts.
Das Problem ist damit jedoch nicht gelöst. Die eigentliche Frage ist, was mit älteren Bitcoin-Adressen geschehen soll, die anfällig für Quantenangriffe sind.
Es handelt sich um etwa 1,7 Millionen BTC, darunter schätzungsweise 1 Million BTC des mysteriösen Gründers Satoshi Nakamoto. Diese Coins sind in alten Adressen gespeichert und können theoretisch leichter geknackt werden, sobald Quantencomputer leistungsfähig genug sind.
Pandl sieht drei Optionen: die Coins vernichten, ihre Nutzung einschränken oder nichts tun. Alle Optionen sind technisch möglich, erfordern jedoch breite Unterstützung innerhalb der Community.
Das erweist sich als schwieriges Unterfangen. Die Bitcoin-Welt ist bekannt für hitzige Debatten über Veränderungen. Schon die Nutzung von Bitcoin für sogenannte Ordinals, bei denen Bilder und Daten in der Blockchain gespeichert werden, sorgte für Uneinigkeit.
Unterdessen arbeiten andere Netzwerke wie Solana (SOL) und XRP Ledger bereits an Lösungen mit „Post-Quantum“ Kryptografie. Auch die Ethereum Foundation (ETH) hat Pläne vorgestellt.
Derzeit besteht keine unmittelbare Gefahr. „Es gibt momentan keine Sicherheitsbedrohung für öffentliche Blockchains durch Quantencomputer“, sagt Pandl. Doch fügt er hinzu, dass es Zeit sei, zu handeln.
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