Der Kryptomarkt hat sich Montagmorgen nach einem turbulenten Wochenende erholt. Der Bitcoin-Kurs fiel am Sonntag noch auf 98.500 Dollar, erholte sich aber am Montag auf 101.800 Dollar. Die Panikreaktion nach amerikanischen und israelischen Angriffen auf iranische Nuklearanlagen scheint nur von kurzer Dauer zu sein.
Bitcoin erholt sich nach Angriff und Vergeltung
Der amerikanische Angriff zielte auf iranische Nuklearanlagen in Fordow, Natanz und Isfahan. Mehr als 125 Kampfflugzeuge wurden eingesetzt, darunter B2-Bomber mit sogenannten Bunker-Buster-Bomben (MOP).
Iran reagierte wütend mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel, drohte amerikanische Militärbasen in der Golfregion zu treffen und deutete an, die Straße von Hormuz zu blockieren – ein entscheidender Durchgang für den weltweiten Ölhandel. Das sorgte am Sonntag für erhebliche Unruhe auf den Märkten.
Dennoch scheint die Panik von kurzer Dauer zu sein. Der Bitcoin-Kurs fiel am Sonntag noch auf 98.500 Dollar, erholte sich aber am Montag auffallend schnell auf 101.800 Dollar. Die Ruhe scheint damit, zumindest vorläufig, auf dem Kryptomarkt zurückgekehrt zu sein.
Anleger bleiben auffallend ruhig
Anleger scheinen vorerst nicht mit einem großangelegten Krieg zu rechnen. Laut Analysten gehen die Märkte von einem kurzfristigen Konflikt aus. „Der Ölpreis bleibt auffallend niedrig, und das ist üblicherweise ein Zeichen, dass Händler keine langfristige Störung erwarten,“ schreibt The Kobeissi Letter auf X.
Auch in der Kryptowelt sahen Analysten vor allem kurzfristige Panik. „Der Kryptomarkt war sehr volatil, vor allem kurz nach den Nachrichten,“ erklärt Pav Hundal von Swyftx. „Aber sobald es etwas ruhiger wird, kehrt das Vertrauen oft schnell zurück. Das sieht man häufig in jungen Märkten wie dem Krypto.“
Hinter den Kulissen wird unterdessen diplomatisch verhandelt. Der iranische Außenminister reiste am Sonntag nach Moskau zu einem Notfalltreffen. Trump gab bekannt, vorerst auf weitere militärische Aktionen zu verzichten. Europäische Führer rufen zur Zurückhaltung auf und hoffen, dass die kommenden Wochen Raum für diplomatische Schritte bieten.
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