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Bitcoin (BTC) schneidet in diesem Jahr erneut schwächer ab als der US-amerikanische Aktienmarkt. Mehrere Analysten sehen darin jedoch ein mögliches Kaufsignal. Laut der Handelsfirma Rand Group erholte sich Bitcoin in der Vergangenheit immer stark, nachdem es ein Jahr schlechter als der S&P 500 abgeschnitten hatte.

Bitcoin erholt sich häufig stark

Der Vergleich zwischen Bitcoin und dem S&P 500 zeigt laut Forschern ein bemerkenswertes Muster. Seit 2014 folgte auf jedes Jahr der Underperformance eine Phase, in der Bitcoin deutlich besser abschnitt als Aktien.

Das war erstmals nach 2014 der Fall. Bitcoin verlor in diesem Jahr über 60 Prozent gegenüber dem S&P 500, erholte sich im darauffolgenden Jahr jedoch vollständig. Zwischen 2015 und 2017 stieg Bitcoin schließlich mehr als 3.270 Prozent stärker als der US-Aktienindex.

Auch nach dem schweren Bärenmarkt von 2018 drehte das Sentiment schnell. Bitcoin verlor damals 71 Prozent gegenüber dem S&P 500, erholte sich aber 2019 um mehr als 50 Prozent im Vergleich zu Aktien. In den darauffolgenden Jahren blieb Bitcoin erneut stärker.

Terra und FTX lösten erneute Rückgänge aus

Ein ähnliches Szenario ereignete sich nach den Zusammenbrüchen von Terra und FTX im Jahr 2022. Das Vertrauen in Krypto erlitt damals einen schweren Schlag und Bitcoin verlor 55 Prozent gegenüber dem S&P 500. Dennoch folgte erneut eine kräftige Erholung. In den zwei Jahren danach stieg Bitcoin 267 Prozent stärker als der Aktienindex.

Diese Serie fand 2025 ein Ende. Bitcoin verlor im vergangenen Jahr etwa 19,5 Prozent gegenüber dem S&P 500, unter anderem weil Investoren wieder massenhaft in traditionelle Märkte strömten. Auch 2026 bleibt die Kryptowährung zurück. Seit Januar liegt Bitcoin mehr als 24 Prozent unter dem Index.

Die starke Börsenrally wird derzeit vor allem durch massive Investitionen in KI und Technologie befeuert. Große Unternehmen investieren Milliarden in Chips, Rechenzentren und Cloud-Netzwerke, während Bitcoin stärker von der Risikobereitschaft privater Anleger abhängig bleibt. Aufgrund hoher Zinsen und steigender Kosten zeigt sich diese Gruppe derzeit zurückhaltender.

Kalshi sieht geringe Chance auf Bitcoin-Aufholjagd

Die Wettbörse Kalshi schätzt die Wahrscheinlichkeit, dass Bitcoin in diesem Jahr besser abschneidet als der S&P 500, derzeit auf lediglich 15 Prozent. Diese Erwartung ist in den letzten Monaten weiter gesunken.

Dennoch sehen einige Analysten gerade jetzt Chancen. João Wedson, Gründer der Analyseplattform Alphractal, betont, dass das Verhältnis zwischen Bitcoin und dem S&P 500 derzeit eine wichtige Unterstützungslinie testet, die seit 2017 Bestand hat.

Laut Wedson zeigen institutionelle Akteure momentan mehr Interesse an Aktien als an Krypto. Gerade diese Schwäche könne jedoch bedeuten, dass Anleger Bitcoin jetzt relativ günstig erwerben können.

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