Nach einem beeindruckenden Anstieg von etwa 40 Prozent in drei Monaten scheint der Bitcoin (BTC) Kurs seinen Schwung zu verlieren. Seit dem Tiefpunkt von etwa 76.000 Dollar im April stieg BTC auf 107.000 Dollar. Aber mittlerweile stockt der Aufwärtstrend. Laut Analysten könnte sich Bitcoin in einer Konsolidierungsphase befinden.
Bitcoin in Konsolidierungsphase
Laut einem Marktbericht von Bitfinex gibt es erstmals seit langer Zeit Anzeichen für nachlassenden Schwung. „Die vertikale Beschleunigung scheint vorerst vom Tisch zu sein,“ sagen Analysten der Plattform. Sie weisen auf abkühlende Spotvolumen, verminderten Kaufdruck und zunehmende Gewinnmitnahmen hin, insbesondere von Kurzzeitinvestoren, die unter 80.000 Dollar eingestiegen sind.
Gleichzeitig bleibt der Bitcoin Kurs um ein wichtiges Niveau herum hängen. Seit einer Woche stößt der Kurs an die 108.000 Dollar an, aber der Widerstand dort erweist sich vorläufig als zu stark. Gestern wurde noch der höchste Stand in zwei Wochen erreicht mit fast 109.000 Dollar, während der Kurs heute schon wieder deutlich niedriger bei 106.560 Dollar liegt. Das ist ein Rückgang von 0,85% in den letzten 24 Stunden.
Dennoch gibt es laut ihnen noch keinen Bruch des Trends. Die breitere Marktstruktur bleibt laut Bitfinex stark und wichtige Unterstützungsniveaus halten. Sie sprechen jedoch von einer Übergangsphase mit weniger starken Anstiegen und mehr Konsolidierung.
ETF-Zuflüsse sorgen für Aufwärtsdruck
Ein wichtiger Faktor, der die Kursentwicklung in den kommenden Wochen beeinflussen könnte, sind die amerikanischen Spot Bitcoin ETFs. Seit dem 9. Juni flossen 4,63 Milliarden Dollar an frischem Kapital in diese Fonds, wie Daten von Farside zeigen. Allein letzte Woche kamen 2,2 Milliarden Dollar hinzu.
Ökonom Timothy Peterson bezeichnete diesen Zufluss als „massiv“ und schätzt die Wahrscheinlichkeit für anhaltende Zuflüsse diese Woche auf 70 Prozent. „Das geht meistens mit einem Aufwärtsdruck auf den Kurs einher,“ so Peterson.
Niedrigere Zinsen könnten Krypto neuen Schub geben
Dennoch sind nicht alle Signale positiv. Einige Analysten weisen auf Verkaufsdruck durch sogenannte Bitcoin OGs hin, Langzeithalter, die seit der ETF-Einführung im Januar ihre Positionen abstoßen. „Sie verkaufen an der Wall Street,“ sagte Charles Edwards von Capriole Investments kürzlich. Laut ihm ist dies einer der Gründe, warum der Kurs seit einiger Zeit um die 100.000 Dollar verharrt.
Unterdessen achten viele Händler auf die Zinsentscheidung der US-Zentralbank Ende Juli. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung wird vom Markt derzeit auf 19% geschätzt. Niedrigere Zinsen sind in der Regel günstig für Krypto, da sie die Risikobereitschaft der Investoren erhöhen.
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