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Ein umfassender Ausverkauf an den Finanzmärkten zog am Freitag auch den Kryptomarkt mit nach unten. Anleger wurden durch anhaltende Sorgen über die Inflation und steigende Ölpreise nervös, was riskante Anlagen stark unter Druck setzte.
Der Bitcoin-Kurs fiel am Freitag um 3,5 Prozent und konnte sich auch am heutigen Samstag noch nicht erholen. BTC liegt derzeit bei rund 78.400 Dollar, dem niedrigsten Stand seit etwa zwei Wochen. Damit steuert die Coin auf die erste Verlustwoche seit Ende März zu.
Auch andere Kryptowährungen erlitten schwere Verluste. Ethereum (ETH) verlor auf dem Tiefpunkt fast vier Prozent und sank auf etwa 2.200 Dollar. Die Rückgänge am Kryptomarkt fielen mit Verlusten an den Aktienmärkten und einem Rückgang am Anleihemarkt zusammen.

Anleger rechnen zunehmend damit, dass die Zentralbanken ihre Zinspolitik länger streng beibehalten müssen. Die anhaltenden Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran schüren die Angst vor höherer Inflation, insbesondere da die Ölpreise stark steigen.
Besonders besorgt blicken Händler auf die Straße von Hormus, eine entscheidende Schifffahrtsroute, durch die normalerweise etwa ein Fünftel des weltweiten Öls transportiert wird. Die Störung dieser Route treibt die Energiepreise weiter in die Höhe und setzt die Finanzmärkte unter Druck.
Michael O’Rourke, Chefstratege bei Jonestrading, weist darauf hin, dass dies zu einer klaren Flucht aus risikoreichen Anlagen führt. „Weltweit werden Anleihen verkauft, was die Zinsen steigen lässt und Anleger dazu bringt, spekulative Anlagen wie Kryptowährungen zu meiden.“
Befürworter von Krypto sehen Bitcoin (BTC) seit Jahren als sicheren Hafen in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit. Die jüngsten Kursrückgänge setzen diese Theorie jedoch erneut unter Druck. Der Bitcoin-Kurs liegt in diesem Jahr inzwischen über 11 Prozent niedriger.
Auffällig ist, dass der Rückgang stattfindet, obwohl es mehrere positive Entwicklungen für die Kryptobranche gab. So machte der amerikanische Senate Banking Committee diese Woche einen wichtigen Schritt in Richtung neuer Gesetzgebung für digitale Assets. Der Gesetzesentwurf soll endlich mehr Klarheit über die Regeln rund um Krypto in den USA bringen, auf die der Markt seit Jahren wartet.
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