Der Bitcoin-Kurs hat es schwer, während Investoren sich kurzzeitig von den amerikanischen Technologieunternehmen abwenden. Auch der Einzelhändler Walmart veröffentlichte gestern enttäuschende Zahlen, was die Zweifel an der Gesundheit der Verbraucher etwas verstärkt hat. Das größte Problem scheint jedoch die Inflation zu sein, die den Spielraum für Zinssenkungen der amerikanischen Zentralbank verringert.
Inflation das größte Problem für Bitcoin
Investoren rechneten insgeheim mit einem Szenario, in dem die amerikanische Zentralbank dieses Jahr drei Zinssenkungen durchführen würde. Mittlerweile beginnt jedoch die Realität sich durchzusetzen.
Die amerikanische Wirtschaft ist nach wie vor relativ gesund. So scheint das Wirtschaftswachstum immer noch über 2 Prozent zu liegen, die Konsumentenausgaben bleiben solide, die Arbeitslosigkeit ist historisch niedrig, und kürzlich sahen wir noch Allzeithochs an den Finanzmärkten.
Zur gleichen Zeit bleibt die Inflation ein Problem, und das sorgt nun für Zweifel an der Anzahl der Zinssenkungen, die wir im Jahr 2025 sehen werden. Der Markt hoffte offenbar auf ein Szenario, in dem die amerikanische Zentralbank mehr Zinssenkungen durchführen würde, als eigentlich nötig ist.
Diese Idee wird jetzt etwas aus dem Markt herausgepreist, und deshalb steht der Bitcoin-Kurs wahrscheinlich zusätzlich unter Druck. Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass wir aus einer sehr starken Periode von Kurssteigerungen kommen.
Alle Augen auf Jerome Powell
Für heute sind alle Augen auf Jerome Powell gerichtet, den Vorsitzenden der amerikanischen Zentralbank. Er wird heute eine Rede auf dem jährlichen Jackson Hole Symposium halten und dabei auf die Zinspolitik seiner Zentralbank eingehen.
Es ist sehr wahrscheinlich, dass er das oben Genannte anspricht und angibt, dass es nicht ganz klar ist, warum die amerikanische Wirtschaft akut eine Zinssenkung benötigt.
Dabei hat die Zentralbank noch einen knappen Monat Zeit, um ihre Entscheidung zu treffen. Die nächste Zinssitzung ist nämlich für den 17. September angesetzt. In dieser Hinsicht können sie noch viele wirtschaftliche Daten abwarten, bevor sie eine Entscheidung treffen.
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