Mit dem jüngsten Anstieg handelt Bitcoin (BTC) nun besonders nahe an seinem Allzeithoch (ATH) von 112.000 Dollar. Es ist nur noch ein Anstieg von etwa 2,5 Prozent nötig, um diesen Spitzenwert zu brechen. Auch schloss die digitale Währung die letzte Woche mit ihrem höchsten Wochenschluss aller Zeiten ab, einem beeindruckenden 109.000 Dollar. Bemerkenswerterweise sieht die Geschichte ganz anders aus, wenn wir auf unseren eigenen Euro blicken.
BTC noch weit entfernt vom Eurorekord
Das Allzeithoch in Euro wurde am 20. Januar erreicht. Und es lag bei etwa 106.000 Euro. Mit einem aktuellen BTC Kurs von 93.000 Euro bedeutet das, dass wir ein Wachstum von über 14 Prozent benötigen, um einen neuen Eurorekord zu erreichen.
Dieser Spitzenwert wurde kurz vor der Amtseinführung von Donald Trump erreicht. Es gab viel Optimismus, da er während seiner Kampagne laut und positiv über Krypto gesprochen hatte. So hatte er große Pläne angekündigt, wie eine nationale Bitcoin-Reserve und verkündete, dass er Amerika zur „Kryptohauptstadt“ der Welt machen würde.
Trump hinter schwächerem Dollar
Der große Unterschied zwischen den beiden Preisen resultiert daraus, dass der Dollar stark gegenüber dem Euro gefallen ist. Der US-Dollar hat sogar sein schwächstes erstes Halbjahr seit 1973 durchgemacht. Man bekommt jetzt weniger Euro für einen Dollar als noch vor ein paar Monaten. Dadurch ist Bitcoin in Euro derzeit viel günstiger als im Januar.
Die Abwertung des Dollars im Vergleich zum Euro ist größtenteils eine Folge der Politik von Trump. Der amerikanische Präsident strebt nach niedrigeren Zinsen und höheren Staatsausgaben.
Derzeit liegt der Zinssatz jedoch noch relativ hoch, zwischen 4,25 und 4,50 Prozent. Federal Reserve (Fed)-Vorsitzender Jerome Powell bleibt vorerst zurückhaltend mit Zinssenkungen, auch wegen des Handelskriegs, den Trump selbst entfacht hat.
Mit dem ‘Big Beautiful Bill’ pumpt Trump in den kommenden Jahren Billionen in die amerikanische Wirtschaft. Dieses Gesetz wurde kürzlich genehmigt und kombiniert Steuersenkungen, strengere Grenzmaßnahmen, Kürzungen bei sozialen Leistungen und den Abbau grüner Subventionen in einem Mega-Gesetz.
Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf einen gigantischen Betrag von 3 Billionen Dollar. Eine solche Politik führt zu Inflation, was das Vertrauen in den Dollar untergräbt und Investoren dazu zwingt, nach Alternativen zu suchen. Bitcoin könnte langfristig davon profitieren, da es, ähnlich wie Gold oder Immobilien, eine Knappheit aufweist, die Schutz gegen Inflation und monetäre Instabilität bietet.
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