Der US-Dollar bleibt im Sturzflug und erlebte sein schwächstes erstes Halbjahr seit 1973. Bitcoin könnte von der Politik profitieren, die Präsident Donald Trump in den Vereinigten Staaten verfolgt. Trumps Pläne scheinen das Haushaltsdefizit nur noch zu vergrößern, was dem US-Dollar schadet und Investoren zwingt, nach Alternativen zu suchen.
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Freier Fall des US-Dollars setzt sich fort
Donald Trump ist der Meinung, dass der US-Zinssatz auf 1-2% fallen sollte, und fordert unterdessen Zinssenkungen von seiner Zentralbank. Vorerst will Jerome Powell, der aktuelle Vorsitzende der Zentralbank, diesen Wünschen jedoch nicht nachkommen. Seine Amtszeit als Vorsitzender endet jedoch im Mai 2026, und bis dahin wird Trump einen neuen Kandidaten vorschlagen.
In mehreren Aussagen hat Trump angegeben, nur Kandidaten in Betracht zu ziehen, die die Zinsen senken wollen. Es ist jedoch sehr fraglich, ob Zinssenkungen das Problem der Vereinigten Staaten lösen.
Trump möchte niedrigere Zinsen, weil dies die Zinskosten auf die stetig wachsende Staatsverschuldung senkt. Das Problem ist nur, dass die amerikanische Zentralbank nur die kurzfristigsten Zinsen mit Zinssenkungen beeinflussen kann.
Die längerfristigen Zinsen – auf Staatsanleihen von 10-30 Jahren – liegen in den Händen des Marktes. Wenn der Markt kein Interesse hat, Staatsanleihen mit einer Laufzeit von 30 Jahren zu einem Zinssatz von 2% zu kaufen, kann die Zentralbank wenig dagegen tun.
Das Einzige, was die Zentralbank tun könnte, wäre, selbst Staatsanleihen aufzukaufen. Das würde jedoch wenig Gutes für das Vertrauen in den US-Dollar tun.
Gut für Bitcoin
In der Theorie ist diese Entwicklung gut für Bitcoin, weil sie Investoren zwingt, nach Alternativen zu suchen. Wenn ihr Kapital auf lange Sicht nicht mehr sicher in US-Staatsanleihen ist, werden sie sich anderen Vermögenswerten zuwenden.
Bitcoin ist mit seiner maximalen Auflage von 21 Millionen Einheiten ein potentielles Endziel für diese Suche.
Aber auch Vermögenswerte wie Gold, Aktien, Immobilien und sogar Kunst verfügen über eine natürliche Knappheit. Auch Aktien können nicht einfach nachgedruckt werden, und dasselbe gilt natürlich für Gold und Kunst.
Mit Trump am Ruder kommen wir in ein Klima, in dem die USA fast zugeben, dass sie ihre Schulden nicht zurückzahlen können. Nicht umsonst behauptet die Trump-Regierung, dass sie das Schuldenproblem lösen werden, indem sie die Wirtschaft schneller wachsen lassen als den Schuldenberg.
Und das birgt erhebliche Risiken. Während man sich andererseits fragen kann, ob es jemals anders gewesen ist. Der große Unterschied ist, dass Trump es auch deutlich sagt.
Vorerst kann der Bitcoin-Kurs noch nicht profitieren, denn die digitale Währung bleibt im Preisbereich zwischen 100.000 und 110.000 Dollar stecken.
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