Die Aktivität auf dem Kryptomarkt hat in den letzten Monaten deutlich abgenommen. Das Handelsvolumen auf den Spotmärkten hat sich seit Oktober fast halbiert. Während damals noch mehr als 2 Billionen Dollar pro Monat gehandelt wurden, liegt dieses Volumen inzwischen bei rund 1 Billion Dollar. Der Rückgang deutet auf weniger Interesse und mehr Zurückhaltung unter den Anlegern hin.
Bitcoin-Kurs unter Druck durch geringere Volumen
Laut Analysten ist eine deutliche Abkühlung zu beobachten. Viele Investoren sind vorsichtiger geworden nach der kräftigen Korrektur von Bitcoin (BTC), das mittlerweile mehr als 37 Prozent unter dem Höchststand von Oktober liegt. Der Kursrückgang und frühere große Liquidationen haben das Vertrauen erschüttert, was zu weniger Handel führt.

Auf großen Börsen ist dieser Trend deutlich sichtbar. Das monatliche Bitcoin-Volumen auf Binance fiel von etwa 200 Milliarden Dollar im Oktober auf jetzt etwas mehr als 100 Milliarden Dollar. Damit sind die Volumen auf das Niveau von Anfang 2024 zurückgekehrt.
Weniger Liquidität erschwert Erholung
Nicht nur die Handelsaktivität nimmt ab, auch die Liquidität auf dem Kryptomarkt trocknet aus. Im Oktober sorgte ein starker Zufluss von Stablecoins noch für zusätzliche Kaufkraft, die zum Anstieg von Bitcoin beitrug. Seitdem werden Stablecoins jedoch von den Börsen abgezogen. Dadurch steht weniger Kapital zur Verfügung, um Preisrückgänge abzufedern, was eine Erholung des Marktes erschwert.

Analyse: Ist der Boden erreicht?
Marktanalysten halten es für möglich, dass BTC weiter fällt. In früheren Zyklen wurde der Tiefpunkt erst erreicht, wenn auch langfristige Anleger ihre Coins mit Verlust verkauften. Dieser Moment scheint noch nicht gekommen. Durch die niedrigen Volumen und begrenzte Liquidität können Preisbewegungen zudem schneller und heftiger verlaufen. Weitere Abwärtsbewegungen sind daher keineswegs ausgeschlossen.
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