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Nach acht Wochen anhaltender Abflüsse senden amerikanische Spot-Bitcoin-ETFs wieder ein positives Signal. In der vergangenen Handelswoche flossen netto knapp 200 Millionen US-Dollar in die Fonds.
Analysten zufolge könnte das darauf hindeuten, dass institutionelle Anleger vorsichtig zurückkehren. Für einen strukturellen Trendwechsel ist es allerdings noch zu früh.
Amerikanische Spot-Bitcoin-ETFs zogen in der vergangenen Woche zusammen 197,4 Millionen US-Dollar an frischem Kapital an, wie Daten von Newsbit zeigen. Damit endete eine Serie von acht Wochen mit Nettoabflüssen.
Getragen wurde die Erholung nahezu vollständig von BlackRock. Der iShares Bitcoin Trust verbuchte Zuflüsse von 291,9 Millionen US-Dollar, während mehrere konkurrierende ETFs erneut Abflüsse verzeichneten.
Aus dem Grayscale Bitcoin Trust (GBTC), dem Fidelity Wise Origin Bitcoin Fund und dem ARK 21Shares Bitcoin ETF floss dagegen erneut Kapital ab. Dennoch schloss der Gesamtmarkt erstmals seit Mai wieder im Plus.
Im Vergleich zu den vorherigen Abflüssen bleibt die Wende vorerst klein. Seit dem 11. Mai zogen Anleger insgesamt rund 8,26 Milliarden US-Dollar aus amerikanischen Bitcoin-ETFs ab. Die positive Woche könnte daher auf nachlassenden Verkaufsdruck hindeuten, reicht für einen klaren Trendwechsel aber noch nicht aus.
Jeff Yew, Gründer und CEO von Monochrome Asset Management, sieht in der ersten Woche mit Nettozuflüssen ein mögliches Zeichen dafür, dass institutionelle Anleger Bitcoin wieder vorsichtig in den Blick nehmen. Er verweist dabei auf die erwartete Befassung mit dem amerikanischen CLARITY Act, der im August für mehr regulatorische Klarheit im Kryptosektor sorgen soll.
„Eine einzelne Woche mit Zuflüssen macht noch keinen Trend. Sie fällt aber in eine Phase, in der das Vertrauen institutioneller Anleger durch eine mögliche Verabschiedung des CLARITY Act im August zunimmt“, sagte Yew gegenüber Cointelegraph.
Große Vermögensverwalter warteten häufig auf mehr regulatorische Sicherheit, bevor sie neues Kapital investierten, so Yew. Die jüngsten Zuflüsse könnten daher ein erstes Signal dafür sein, dass sich institutionelle Anleger im Vorfeld eines günstigeren regulatorischen Umfelds positionieren.
Überzeugt sind davon jedoch nicht alle. Markus Thielen, Gründer von 10x Research, betont, dass eine einzige positive Woche noch nicht ausreiche, um von einem Trendwechsel zu sprechen.
Zudem verweist Thielen auf weitere Faktoren, die den Markt bremsen könnten. Die historisch schwächeren Monate August und September sieht er als Risiko; außerdem hielten die Abflüsse aus Stablecoins an. Beides bleibe ein wichtiger Gegenwind für den Kryptomarkt.
Nicht nur amerikanische Spot-Bitcoin-ETFs zeigten in der vergangenen Woche eine Erholung. Auch Spot-Ethereum-ETFs (ETH) schlossen erstmals seit acht Wochen wieder mit Nettozuflüssen ab.
Die Fonds zogen zusammen 84,4 Millionen US-Dollar an frischem Kapital an. Vor allem die Ethereum-ETFs von BlackRock und Fidelity sorgten für die positive Bilanz.
Dennoch bleibt auch hier Vorsicht angebracht. Seit dem 11. Mai zogen Anleger insgesamt rund 1,2 Milliarden US-Dollar aus amerikanischen Ethereum-ETFs ab. Die jüngsten Zuflüsse sind damit ein positives Signal, bleiben im Vergleich zu den vorherigen Abflüssen jedoch begrenzt.
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