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Bitcoin (BTC) hat seinen höchsten Kurs seit Ende Januar erreicht und damit zwei wichtige On-Chain-Niveaus zurückerobert, die Analysten seit Langem beobachten. Das ist ein bedeutender psychologischer Auftrieb für den Markt, doch reicht das aus, um bereits von einem neuen Bullenmarkt zu sprechen?

Bitcoin-Anleger wieder im Plus

Bitcoin durchbrach gestern erstmals seit dem 31. Januar die 80.000-Dollar-Marke und hat heute sogar die 81.000 Dollar erreicht.

Infolgedessen liegt der Kurs jetzt erstmals seit dem vierten Quartal des Vorjahres wieder über der Short-Term Holder Cost Basis und dem True Market Mean.

  • Die STH Cost Basis ist vereinfacht gesagt der durchschnittliche Kaufpreis von Bitcoins, die zuletzt vor weniger als 155 Tagen bewegt wurden. Es handelt sich um die Coins, die sich in den Händen sogenannter Short-Term Holder befinden.
  • Das True Market Mean ist ein weiterer durchschnittlicher Kaufpreis, jedoch berechnet für alle aktiven Bitcoins im Netzwerk. Verlorene und inaktive Coins werden herausgefiltert, um ein realistisches Bild dessen zu vermitteln, was der durchschnittliche Anleger tatsächlich gezahlt hat.

Der Analyst Sykodelic berichtete gestern auf X, dass die Tageskerze über beiden Niveaus geschlossen hat. Diese liegen beide bei etwa 79.000 Dollar.

Dass Bitcoin über beide Niveaus schließt, ist doppelt erfreulich. Die nervösen Neueinsteiger stehen wieder im Gewinn und neigen weniger zum Verkaufen, während auch der breitere Markt insgesamt über Wasser ist. Für Analysten ist dies genau die Art von Signal, die eine Wende von Bär zu Bulle bestätigt.

Oberhalb des aktuellen Kurses wartet noch ein weiteres wichtiges Niveau: das 200-Tage-Kursmittel, das derzeit bei 83.400 Dollar liegt. In früheren Bärenmärkten markierte ein Durchbruch dieser Linie stets den Beginn eines mehrjährigen Bullenmarkts.

Analyst sieht Schwächen im Aufschwung

Nicht alle Analysten glauben, dass Bitcoin das Momentum halten kann. Roman beispielsweise erwartet eine deutliche Korrektur und hat dafür triftige Gründe.

Er sieht einen Anstieg, der auf den ersten Blick gut aussieht, aber im Hintergrund Probleme aufweist. Der Kurs klettert nach oben, während die zugrunde liegende Stärke (gemessen an Indikatoren wie MACD und RSI) schwächer wird. Das nennt sich bearishe Divergenz, und er hat mittlerweile vier in Folge gezählt.

Hinzu kommt, dass das Handelsvolumen während des gesamten Anstiegs niedrig war und auch der Wochenchart Schwäche zeigt. Laut Roman ist Bitcoin damit reif für eine Korrektur.

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