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Bitcoin (BTC) verharrt um die 70.000 Dollar und entspricht damit nahezu dem Niveau von vor einer Woche. Dennoch beginnt sich die Stimmung nach drei Tagen Kursrückgang seit dem Höchststand von 76.000 Dollar in dieser Woche zu verändern.
Die zunehmenden Inflationssorgen durch den Iran-Krieg und ein strengerer Ton der Zentralbanken belasten das Vertrauen. Damit tritt die positive Wirkung der jüngsten regulatorischen Entwicklungen in den USA in den Hintergrund.
Die jüngste Schwäche ist vor allem auf strengere Signale der Zentralbanken zurückzuführen. Die Federal Reserve, die EZB und die Bank of England deuteten diese Woche an, dass Zinserhöhungen wieder in den Fokus rücken, solange die Energiepreise hoch bleiben.
Dadurch steigt der Druck auf risikoreiche Anlagen. Investoren reduzieren ihre Positionen und bevorzugen vermehrt Sicherheit, insbesondere aufgrund der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten.
Ein weiteres deutliches Warnsignal zeigt sich am Markt. Der Zufluss in amerikanische Spot-Bitcoin-ETFs hat sich zu einem Abfluss gewandelt. Am Donnerstag flossen über 90 Millionen Dollar aus den Fonds ab, nachdem am Tag zuvor bereits mehr als 160 Millionen Dollar abgeflossen waren. Damit wurde eine Serie von sieben Tagen mit positivem Zufluss abrupt beendet.
Die Umkehr deutet darauf hin, dass institutionelle Investoren vorsichtiger werden. Die Kombination aus geopolitischen Spannungen und steigender Inflation belastet das Vertrauen in risikoreiche Anlagen.
Gleichzeitig wachsen auch innerhalb der Branche die Sorgen. Krypto-Plattformen wie Gemini und Crypto.com kündigten kürzlich Entlassungen an und verwiesen dabei auf Veränderungen durch künstliche Intelligenz.
Trotz des jüngsten Rückgangs bleibt Bitcoin im Vergleich zu anderen Märkten bemerkenswert stark. Im März steht BTC immer noch über sieben Prozent im Plus. Zum Vergleich: Gold verlor mehr als zehn Prozent nach einer Phase von Rekordständen, während Öl durch die Störungen im Golf um fast fünfzig Prozent stieg.
Dass Bitcoin standhält, während Investoren Risiko meiden, fällt auf. Gleichzeitig weisen Analysten auf eine Einschränkung hin. Ein Teil der jüngsten Stärke scheint durch den Abbau negativer Optionspositionen verursacht worden zu sein, was automatisch Kaufdruck erzeugt.
Auf dem Optionsmarkt gibt es zudem noch ein erhebliches Sicherheitsnetz. Rund um die 60.000 Dollar befinden sich etwa 1,6 Milliarden Dollar an Put-Optionen, was dieses Niveau bei weiteren Rückgängen zu einer wichtigen Unterstützungszone macht.
Es war eine Woche mit widersprüchlichen Signalen. Einerseits veröffentlichte die SEC am Dienstag ihre historische Token-Taxonomie, durch die die meisten Kryptowerte offiziell nicht als Wertpapiere gelten. Andererseits belasten der Krieg, steigende Zinsen und der rückläufige ETF-Zufluss das Sentiment.
Die USA verhängen Sanktionen gegen BitBank. Nach Angaben Washingtons verschob die Plattform Bitcoin für den Iran und wickelte Zahlungen rund um die Straße von Hormus ab.
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