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Heute herrscht ein Blutbad auf den Finanzmärkten. Bitcoin (BTC), Altcoins, aber auch die weltweiten Aktienmärkte und Edelmetalle haben alle einen Kurseinbruch erlitten. Ausgelöst wurde dies durch einen starken Anstieg des US-Dollars.
Der DXY-Index misst die Stärke des Dollars gegenüber einem Korb anderer wichtiger Währungen, wie dem Euro und dem Yen. Dieser Index steigt bereits seit letzter Woche und hat nun einen entscheidenden Widerstand in den Charts durchbrochen.

Über ein Jahr lang scheiterte der Versuch, dieses Niveau zu durchbrechen. Dass es jetzt gelungen ist, zeigt die Kraft der aktuellen Bewegung.
Kevin Warsh hat der Rallye einen starken Schub verliehen. Bei seiner ersten Pressekonferenz letzte Woche als Vorsitzender der US-Zentralbank trat er härter auf, als es die Investoren erwartet hatten.
„Dieses Komitee wird die Preisstabilität um jeden Preis sichern“, war eine der Aussagen, vor der viele bereits Angst hatten.
Die Inflation ist in den letzten Monaten stark gestiegen und hat das höchste Niveau seit 2023 erreicht, ausgelöst durch den Krieg im Iran. Die blockierte Straße von Hormus trieb die Energiepreise erheblich in die Höhe.
Doch diese wichtige Seestraße ist jetzt dank eines vorläufigen Abkommens mit den USA wieder geöffnet. Die Ölpreise nähern sich fast dem Niveau vor dem Krieg an.
Man könnte erwarten, dass dies die Inflation mittelfristig abkühlt und somit für niedrigere Anleiherenditen und einen fallenden Dollar sorgt. Doch das Gegenteil ist der Fall, da die Zentralbank sich auch über die Inflation im Dienstleistungssektor Sorgen macht.
Austan Goolsbee, Präsident der Federal Reserve Bank of Chicago, bezeichnete den Anstieg der Dienstleistungspreise gestern als „besorgniserregend“. Dieser Druck steht unabhängig von Schocks wie der Energiekrise und ist seiner Meinung nach oft viel hartnäckiger.
Die Hälfte der Entscheidungsträger erwartet in diesem Jahr noch eine Zinserhöhung. Zunächst wurde angenommen, dass die Zinsen gesenkt werden könnten, sobald ein endgültiges Friedensabkommen vorliegt, doch auch daran gibt es nun Zweifel.
Diese höheren Inflationserwartungen und die strengere Zentralbank sind gemeinsam der Motor hinter den höheren Anleiherenditen, die den Dollar wieder attraktiver machen. Darunter leiden Aktien, Krypto und Edelmetalle.
Je mehr sichere Anleihen abwerfen, desto weniger Risiken wollen Investoren mit anderen Assets eingehen. Zudem saugen höhere Zinsen Liquidität aus den Märkten, was die Wirtschaft bremst. So bleibt weniger Kapital übrig, das nach Renditen streben kann.
Kaum ein Asset bleibt heute verschont.
Bitcoin ist in den letzten 24 Stunden um 2,87 Prozent gefallen und notiert nun knapp über 62.000 Dollar. Am besorgniserregendsten ist, dass der Kurs unter das 200-Wochen-Durchschnitt gerutscht ist, obwohl noch Zeit bis zum Schluss der Tageskerze bleibt.
Gold ist um 1,91 Prozent gefallen und Silber hat sogar 5,25 Prozent verloren. Zudem stehen die Futures des S&P 500 mit 1,48 Prozent im Minus und beim Nasdaq 100 sehen wir sogar einen Verlust von 2,72 Prozent. Auch die europäischen und asiatischen Börsen werden nach unten gezogen.
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