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Bitcoin (BTC) bewegt sich seit Tagen kaum. Entsprechend verhalten fällt das Geschehen am Kryptomarkt aus. Technische Analysten sehen in der ruhigen Phase dennoch eine Entwicklung, die in den kommenden Wochen wichtig werden könnte. Wird ein zentraler Widerstand überwunden, könnte der Chart aus ihrer Sicht Spielraum für einen deutlichen Kursanstieg beim Bitcoin-Kurs eröffnen.
Auf dem Tageschart von Bitcoin bildet sich derzeit eine sogenannte inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation. Sie gilt als bekanntes bullishes Chartmuster und tritt häufig auf, wenn ein Abwärtstrend ausläuft und eine neue Aufwärtsbewegung einsetzen kann.

Die Formation besteht aus drei Tiefpunkten. Der mittlere liegt am tiefsten und bildet den Kopf, während die beiden äußeren Tiefpunkte die Schultern darstellen. Bei Bitcoin liegt die linke Schulter bei rund 60.000 Dollar, der Kopf bei etwa 57.700 Dollar und die rechte Schulter bei rund 62.500 Dollar.
Nach jedem Tief folgte eine Erholung in Richtung eines ähnlichen Widerstandsniveaus. Verbindet man diese Erholungspunkte miteinander, entsteht die sogenannte Nackenlinie. Sie liegt derzeit bei rund 66.800 Dollar.
Erst wenn der Bitcoin-Kurs überzeugend über diese Nackenlinie ausbricht, gilt das Muster nach technischer Analyse als bestätigt.
Auf Basis der Höhe der Formation ergibt sich dann ein Kursziel von etwa 76.000 Dollar. Berechnet wird es, indem der Abstand zwischen Kopf und Nackenlinie auf den Punkt aufgeschlagen wird, an dem der Kurs die Nackenlinie durchbricht.
Technische Analyse bleibt dennoch Auslegungssache. Nicht jeder Analyst bewertet denselben Chart auf exakt dieselbe Weise. Ein Muster ist daher nie eine Garantie für eine bestimmte Kursentwicklung.
Gleichwohl zählt diese Formation zu den verlässlicheren bullishen Mustern. Der Chart-Experte Thomas Bulkowski untersuchte Tausende Kursgrafiken und kam zu dem Ergebnis, dass das berechnete Kursziel in 71 Prozent der Fälle erreicht wird.
Seiner Untersuchung zufolge scheitert das Muster nur in 11 Prozent der Fälle vollständig. Zudem kehrt der Kurs in etwa 65 Prozent der Fälle zunächst noch einmal zurück, um die Nackenlinie zu testen, bevor sich der Anstieg fortsetzt.
Gleichzeitig gibt es Entwicklungen, die eine weitere Aufwärtsbewegung bremsen könnten. Nachdem die Abstimmung über den US-amerikanischen CLARITY Act auf September verschoben wurde, schwindet die Erwartung, dass das Gesetz noch in diesem Jahr verabschiedet wird. Damit könnte ein wichtiger Impuls wegfallen, auf den einige Anleger gesetzt hatten.
Darüber hinaus bleibt der gleitende 50-Tage-Durchschnitt bei rund 63.321 Dollar eine wichtige Unterstützung. Fällt der Bitcoin-Kurs deutlich darunter, könnte das darauf hindeuten, dass das bullishe Muster an Kraft verliert und ein Ausbruch in Richtung 76.000 Dollar vorerst ausbleibt.
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